Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 06.06.2019

Aus IZ23/2019, S. 11

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Apleona holt sich Platz eins zurück

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Nach einem Jahr auf dem zweiten Platz der Lünendonk-Liste hat Apleona die Spitzenposition wieder zurückerobert.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Apleona ist laut der Lünendonk-Liste wieder zurück auf Platz eins der Facility-Manager mit dem höchsten Inlandsumsatz. Mit geringem Abstand folgt der Dienstleister Spie, der im Vorjahr noch die beste Position innehatte.

Apleona HSG Facility Management erwirtschaftete der Lünendonk-Liste zufolge im Geschäftsjahr 2018 in Deutschland rund 1,57 Mrd. Euro und steigerte sich damit gegenüber 2017 um etwa 6%. Geschäftsführer Otto Kajetan Weixler begrüßt vor allem, dass das Unternehmen auf "breiter Front" gewachsen sei und das Umsatzwachstum ohne besonders große Einzelaufträge erreicht habe: "Kein Auftrag besaß ein größeres Volumen als 10 Mio. Euro."

Direkt hinter Apleona liegt mit 1,55 Mrd. Euro Spie Deutschland & Zentraleuropa. Der Dienstleister hatte im Vorjahresranking Apleona erstmals den ersten Platz streitig gemacht. Da Spie nur konzernweite Zahlen kommuniziert, musste Lünendonk & Hossenfelder den Umsatz schätzen, geht aber auf Basis der vorliegenden Quellen davon aus, einen genauen Wert ermittelt zu haben. Wisag Facility Service setzte 2018 rund 1,12 Mrd. Euro um und belegt damit wie schon in den Vorjahren Platz drei der Lünendonk-Liste. Mit Strabag Property and Facility Services (1 Mrd. Euro) erreicht ein viertes Unternehmen einen zehnstelligen Umsatz. "Im Jahr 2013 befand sich noch kein Unternehmen in der Liste, das mehr als 1 Mrd. Euro umsetzte", betont Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder.

Hinter Strabag folgt mit einigem Abstand Dussmann Service Deutschland (geschätzt: 850 Mio. Euro). Das Unternehmen verbuchte damit gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von 2,3%. Steigern konnte sich dagegen der Sechstplatzierte Gegenbauer um 5,7% auf 704,8 Mio. Euro. Die Plätze sieben und acht belegen die Compass Group Deutschland mit 676 Mio. Euro und Engie Deutschland mit 596 Mio. Euro. Piepenbrock Facility Management mit 589,2 Mio. Euro und Sodexo mit 544,7 Mio. Euro komplettieren die Top Ten.

Das stärkste prozentuale Wachstum innerhalb der ersten 25 legte gegenüber dem Vorjahr Dr. Sasse mit 17,6% auf 167 Mio. Euro hin, belegt aber weiterhin Platz 22. Lattemann & Geiger und CBRE wuchsen mit ihrem FM-Geschäft ebenfalls überdurchschnittlich um 14,1% bzw. 12,1%. Die stärksten Rückgänge verzeichneten Caverion Deutschland (-10,2%), Engie Deutschland (-5,1%) und die b.i.g.-Gruppe mit -4,9%.

Insgesamt ist das Wachstum der ersten 25 Dienstleister in der Lünendonk-Liste 2018 von 4,4% auf 4,1% zurückgegangen. Dennoch erwarten die befragten Unternehmen für 2019 ein Umsatzplus von 5,4%. Für 2020 gehen sie von 6,7% aus und für die darauffolgenden Jahre sogar von 7,4% p.a.

Weniger optimistisch sind die Unternehmen in den Top Ten. Diese rechnen für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 4,5% und für 2020 nur mit 3,6%. Allerdings sind die größten Zehn im vergangenen Jahr im Schnitt auch nur um 2,6% gewachsen, was Ball zufolge gerade ihrer Größe geschuldet ist. Er bewertet die Aussichten der Branche aber insgesamt gut: "Das Facility-Management ist ein sehr stabiler Markt, der nicht konjunkturabhängig ist", erklärt der Berater. Die Branche habe in den vergangenen 15 Jahren nie einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Dies sei auch ein positives Signal in Richtung potenzieller Arbeitskräfte.

Die 69 von Lünendonk & Hossenfelder befragten Unternehmen beschäftigten 2018 insgesamt fast 376.000 Menschen. Daran beträgt der Anteil der Top 25 etwa 72%. Die Top Ten kommen auf 43% der Beschäftigten. Dennoch kämpfen die Dienstleister durch die Bank mit dem Personalmangel. "Das Wachstum wird durch den Faktor Mensch begrenzt", sagt Fritz-Klaus Lange, Vorstandsvorsitzender von Gegenbauer. Allerdings sind vom Personalmangel auch die Kunden betroffen. Die große Mehrheit der Dienstleister erwartet, dass dies zu einer stärkeren Fremdvergabe von Leistungen aus dem Facility-Management führt. Gerade bei den Steuerungsaufgaben erwarten sie in dieser Hinsicht ein Plus bei den Aufträgen.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!