Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Politik | 06.06.2019

Aus IZ23/2019, S. 6

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesrat, Bundestag, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Deutscher Mieterbund (DMB), Bundesministerium der Finanzen, Wirtschaft macht Wohnen
  • Personen:
    Olaf Scholz, Katharina Burkardt
  • Immobilienart:
    Wohnen

Scholz will Werkswohnen voranbringen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nimmt sich das Modell Werkswohnung vor. Einem Referentenentwurf zufolge ist ein Freibetrag geplant, ehe die Regelung des geldwerten Vorteils greift.

Bisher gilt: Bietet ein Unternehmen Mitarbeitern Wohnungen gegenüber den sonst üblichen Mieten am Markt deutlich vergünstigt an, will der Gesetzgeber Steuern und Sozialabgaben auf den geldwerten Vorteil sehen. Im Referentenentwurf ist nun ein Freibetrag eingeplant: Die Miete kann bis zu einem Drittel unter dem ortsüblichen Mietwert liegen, ohne dass der Fiskus beim Arbeitnehmer wegen eines geldwerten Vorteils anklopft. Als ortsüblicher Mietwert wird "z.B. der niedrigste Mietwert der Mietpreisspanne des Mietspiegels für vergleichbare Wohnungen" zuzüglich der umlagefähigen Betriebskosten genannt. Wohnen in Luxusimmobilien will Scholz jedoch nicht fördern. Deshalb ist eine Obergrenze von 20 Euro/m2 festgesetzt. Liegt die ortsübliche Kaltmiete darüber, soll es keinen Freibetrag geben.

Das Verbändebündnis "Wirtschaft macht Wohnen", das unter anderem der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und der Deutsche Mieterbund bilden, hält "einen weiteren Schub für den Mitarbeiter-Wohnungsbau" für möglich, sollte der Entwurf dereinst in Kraft treten. "Es wäre ein Anreiz für Unternehmen, eigene ungenutzte Flächen zu bebauen", sagt GdW-Pressesprecherin Katharina Burkardt.

Die geplante Regelung hat das Finanzministerium in dem Entwurf für ein "Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" versteckt. Den Freibetrag will es mit einem neuen Satz 12 in § 8 Absatz 2 Einkommensteuergesetz einführen. Ein Gesetzentwurf muss von Bundestag und Bundesrat abgesegnet werden.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!