Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Unternehmen | 06.06.2019

Aus IZ23/2019, S. 3

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Deutsche Wohnen verkauft 9.000 Wohnungen

Quelle: Deutsche Wohnen
Zu den Core-plus-Lagen zählt für die Deutsche Wohnen das Rhein-Main-Gebiet, hier die Freiherr-vom-Stein-Straße in Mainz.

Quelle: Deutsche Wohnen

9.000 Wohnungen will die Deutsche Wohnen verkaufen - davon allein 5.000 in der Region Kiel/Lübeck. Der Wohnungskonzern will sich auf Core-plus-Lagen an A-Standorten fokussieren.

Wir haben etwa 9.000 Einheiten identifiziert, für die wir uns vorstellen können, in den Verkauf zu gehen", erklärt Sebastian Jacobs. Der Leiter Investor Relations bei Deutsche Wohnen erklärt: "Die Deutsche Wohnen ist und bleibt fokussiert auf Core-plus-Lagen von Metropolregionen." Im Bericht für das erste Quartal hatte der Wohnungskonzern darauf hingewiesen, dass knapp 90% der 164.400 Wohnungen in diesen "sogenannten Core-plus-Märkten" liegen.

"Und dazu haben wir Bestände im Core-Bereich - etwa in Kiel, Lübeck, Braunschweig, Erfurt, Chemnitz, aber auch Berlin", so Jacobs. Im Quartalsbericht hieß es: "Die Region Kiel/Lübeck wurde dem Verkaufsbestand zugeordnet." Allein hier hat die Deutsche Wohnen 4.947 Wohnungen. Die durchschnittliche Vertragsmiete liegt hier bei 5,96 Euro/m², der Leerstand bei 2,5%. Im Gesamtportfolio werden 6,68 Euro/m² erzielt und 2,2% des Bestands stehen leer.

"Wir wollen das günstige Marktumfeld nutzen." Dabei gehe es darum, überdurchschnittliche Bestände zu kaufen und unterdurchschnittliche zu verkaufen. Jacobs spricht von "Capital Recycling" und verweist auf die knapp 3.000 Wohnungen, die jüngst in Düsseldorf und Köln, Wiesbaden, Frankfurt und Mainz für 685 Mio. Euro von Akelius gekauft wurden.

Gerade berichteten die taz und der Tagesspiegel von Bestrebungen, den Kreuzberger Block mit 527 Sozialwohnungen zwischen Friedrichstraße und Wilhelmstraße in Berlin zu erwerben. Die Verkaufsgespräche für den 1973 bis 1976 errichteten Komplex zwischen der landeseigenen Gewobag und dem Eigentümerfonds sollen geplatzt sein. Als "Ente" bezeichnete Manuela Damianakis, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Deutsche Wohnen, diese Meldung. "Es gibt keine Bestrebungen und wir werden den Kreuzberger Block nicht kaufen."

Allerdings stehen langfristig preisgebundene Wohnungen in Berlin auf der Verkaufsliste der Deutschen Wohnen, "weil man damit weniger machen kann", umschreibt Jacobs deren Manko. Zumeist stammen die zum Verkauf identifizierten Bestände aus den 1960er und 1970er Jahren. "Der Verkaufsprozess läuft. Wir haben mehr Nachfrage als Wohnungen. Es könnte sein, dass wir am Ende des Jahres Nettoverkäufer sind."

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!