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Politik | 06.06.2019

Aus IZ23/2019, S. 3

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
  • Personen:
    Axel Gedaschko
  • Immobilienart:
    Wohnen

Wie CO₂ zu vermeiden ist

Die Wohnungswirtschaft hat ein 23 Punkte starkes Sofortprogramm entwickelt, damit das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 doch noch erreicht werden könnte.

Die Lage für die Wohnungsunternehmen beim Thema Klimaschutz ist nicht einfach. Die privaten Haushalte gehören zu den größten CO₂-Verursachern in Deutschland (ca. 40%), Modernisierung jedoch ist teuer. Und sie wird von Mietern mit immer größerer Skepsis betrachtet, da diese wegen der Umlagefähigkeit der Kosten (früher 11%, jetzt 8%) die ohnehin schon teuren Mieten noch weiter in die Höhe treibt. Und dennoch: "Mit einem Weiter so bei den Rahmenbedingungen ist das Herstellen eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 keinesfalls erreichbar", sagt Axel Gedaschko, Präsident des Wohnungswirtschaftsverbands GdW. Es sei dringend umzusteuern, aber nicht mehr weiter nur zulasten von Mietern und Vermietern.

Was laut GdW geschehen muss: Hindernisse für die Nutzung erneuerbarer Energien im Wohnquartier müssten aus dem Weg geräumt und Investitionen in den Klimaschutz massiv von der Regierung unterstützt werden. Klimaschutzziele könnten sozialverträglich nur erreicht werden, wenn neben begrenzten Investitionen in das Gebäude die Art und Weise der Erzeugung der verbrauchten Energie entweder auf klimaneutrale, dezentrale Anwendungen umgestellt oder aber erneuerbare Energieträger genutzt würden. Nur dieser Mix sei für den Endkunden in den Bestandsgebäuden bezahlbar. Für die dezentrale Energieerzeugung im Quartier müssten dringend alle Bremsen gelöst werden.

So auch diese: Wohnungsunternehmen, die Strom aus erneuerbaren Energien wie Fotovoltaik oder aus Kraft-Wärme-Kopplung lokal erzeugen wollen, würden gravierend steuerlich benachteiligt. Sobald sie den Strom ins allgemeine Netz einspeisten oder den Mietern zur Verfügung stellten, werde die eigentlich gewerbesteuerbefreite Vermietungstätigkeit gewerbesteuerpflichtig. Um endlich Mieterstrom zu ermöglichen, sei das Gewerbesteuergesetz anzupassen.

Weiterhin verlangt der GdW, eine Investitionszulage für energetische Modernisierung und ein KfW-Programm, das auf Vermeidung von CO2 ausgerichtet ist. So würde Klimaschutz im Gebäudebereich stärker aufs Vermeiden von Treibhausgasen umgestellt.

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