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Projekte | 30.05.2019

Aus IZ22/2019, S. 21

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Bis zu 1.700 Wohnungen am Westhafen in Geesthacht

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Bauherren und der Bürgermeister: Gerrit M. Ernst, Marko Lohmann, Olaf Schulze und Olaf Dose haben den Grundstein gesetzt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Geesthacht. Am Westhafen in Geesthacht entwickeln die Hamburger Wohnungsgenossenschaft Bergedorf-Bille, Nord Project und Züblin das Wohnprojekt Elbterrassen II mit 244 Wohnungen, davon 61 geförderte. Bis zu 1.700 Wohnungen sollen langfristig am Westhafen entstehen.

Mehr als zehn Jahre hat es gedauert, bis nach dem Masterplan Wohnen am Westhafen tatsächlich Wohnungen entstanden sind. Dazu zählen die weiter östlich entstandenen Projekte Am Elbufer auf dem ehemaligen Gelände der Ofenkeramik-Fabrik Bankel sowie Elbterrassen I. Am Elbufer werden seit Oktober 2017 von der Hafencity Geesthacht und Groth-Bau errichtet: sieben Gebäude mit 51 Eigentumswohnungen sowie vier Stadthäuser mit 61 seniorengerechten Wohnungen. Direkt westlich angrenzend entwickelte Züblin bis August 2018 Elbterrassen I mit 97 Mietwohnungen, die zum Baubeginn an die Alte Leipziger verkauft wurden.

Auch zur Grundsteinlegung des Projekts Elbterrassen II sind die geplanten 177 Mietwohnungen bereits verkauft. 105 werden für die Hamburger Genossenschaft Bergedorf-Bille errichtet. Weitere 72 Wohnungen entstehen an der Steinstraße für den Hamburger Projektentwickler Nord Project Immobilien, darunter 61 Ein- bis Dreizimmerwohnungen. Sie werden nach den Anforderungen des Ersten Förderwegs und samt Finanzierung der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) errichtet und mit einer Bindungsfrist von 20 Jahren für zunächst 5,95 Euro/m2 vermietet. Diese 72 Wohnungen wurden von der MMW Nord gekauft, einer Tochtergesellschaft von Nord Project Immobilien und der Moses-Mendelssohn-Stiftung.

Nachdem die Elbterrassen I für im Mittel 10,40 Euro/m2 vermietet wurden, erwarten Marko Lohmann, Geschäftsführer von Bergedorf-Bille, sowie Nord-Project-Geschäftsführer Gerrit M. Ernst für die frei finanzierten Mietwohnungen eine Miete von etwa 11,50 Euro/m2. "Die Grundstückspreise in Hamburg rauschen davon. Wir sind nicht die einzigen, die sich zunehmend im Umland umschauen", erklärt Lohmann und kann sich ein weiteres Engagement in Geesthacht durchaus vorstellen. Für Bergedorf-Bille ist es - nach 200 Wohnungen in Wentorf, die 2001 bis 2010 enstanden - erst die zweite Wohnanlage jenseits der Hamburger Grenzen.

Lohmann verweist auf den vergleichsweise günstigen Einstieg beim Züblin-Projekt. "Es ist recht selten, dass der Grundstückseigentümer das Projekt auch noch anentwickelt." Auf 50% bezifferte Olaf Dose, Leiter Projektmanagement der Züblin-Direktion Nord, den Preisvorteil, der sich für die Käufer ergeben hätte. Weitere Kosten seien durch den Verzicht auf einen klassischen Projektentwickler eingespart worden.

Mit Blick auf den Westhafen entstehen zudem 67 Eigentumswohnungen. Die 58 m2 bis 110 m2 großen Zwei- bis Vierzimmerwohnungen werden für 215.000 bis 500.000 Euro (Penthaus) von Sparda Immobilien vermarktet. Insgesamt entstehen sieben vier- bis fünfgeschossige Baukörper nach einem Entwurf von Siebrecht Münzesheimer Architekten, die auch für die Gestaltung der Elbterrassen I verantwortlich zeichneten. In zwei Tiefgaragen sind insgesamt 217 Stellplätze geplant, davon 41 für die Sozialwohnungen. Nach Baubeginn im März 2019 soll das Projekt im Herbst 2021 fertiggestellt sein.

Dose erklärte, drei weitere ähnlich große Projekte könnten mittel- bis langfristig auf dem ehemals 5 ha großen Züblin-Lagerplatz am Westhafen entstehen. "Auf unseren Flächen sind das insgesamt rund 1.000 Wohnungen - im Quartier am Westhafen insgesamt bis zu 1.700."

Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) begrüßte den Baustart für das erste Baugebiet in der Elbestadt, in dem die 2017 getroffene Entscheidung für einen regelhaften Anteil von 25% geförderten Wohnungen umgesetzt werde. "Wir werden nebenan auf unserem Bauhof auf 8.000 m2 weitere 140 Wohnungen bauen, zudem das städtische Seniorenheim hierhin verlegen und Einzelhandel ansiedeln."

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