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Projekte | 30.05.2019

Aus IZ22/2019, S. 19

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

"Westfield zielt eher auf B2B als B2C"

Quelle: Unibail-Rodamco-Westfield
Ein Stück Stadt soll das Überseequartier werden - mit allem, was die Urbanität verlangt.

Quelle: Unibail-Rodamco-Westfield

Hamburg. Der Grundstein für das "Westfield Hamburg-Überseequartier" ist gelegt. Bis Ende 2022 soll das Eine-Milliarde-Euro-Projekt fertig sein. Namen werden noch nicht genannt, aber Ideen ausgebreitet.

"Ich schaffe einen Standort, der ist so attraktiv, dass alle Menschen kommen. Das nennt man Destination." Davon, dass das "Westfield Hamburg-Überseequartier" eine ebensolche Destination wird, ist Andreas Hohlmann überzeugt. Deshalb möchte sich der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Unibail-Rodamco-Westfield Deutschland anlässlich der Grundsteinlegung für das Eine-Milliarde-Euro-Projekt auch nicht gerne mit "langweiligen Fragen" nach den Namen von Einzelhandelsankermietern oder Hotelbetreibern aufhalten. "Im ersten Halbjahr 2020 werden wir alle Ankermieter für den Einzelhandels- und Freizeitbereich präsentieren - und im Herbst dieses Jahres die Hotelbetreiber."

Als im Januar der Verkauf von 400 Wohnungen an DC Developments gemeldet wurde, hatte Hohlmann aber noch in Aussicht gestellt, dass der Betreiber des geplanten großen Kaufhauses im Mai genannt würde. Der Verkauf der übrigen 250 Wohnungen sei ebenfalls bereits weitestgehend abgeschlossen und werde im Sommer gemeldet.

Um das einzigartige Konzept herauszuheben, wird aus dem Südlichen Überseequartier - was ohnehin eher die Lage, denn die Idee bezeichnet - das "Westfield Hamburg-Überseequartier". Mit der Grundsteinlegung durch Christophe Cuvillier, Group CEO von Unibail-Rodamco-Westfield, sowie den Ersten Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), wurde in der vergangenen Woche offiziell die Hochbauphase des Projekts eingeleitet und der Name vorgestellt.

Der zielt mindestens so sehr auf die Marken, die nach Hamburg gelockt werden sollen, wie auf die Konsumenten. "Die Marken gucken auf Westfield", sagt Hohlmann. Trends entstehen nach Hohlmanns Perspektive in den USA und brauchen auf dem Weg über Großbritannien etwa drei bis vier Jahre, bis sie auf dem Kontinent sind. "Marken, die expandieren wollen, haben wir schneller. Der Name Westfield ist daher eher B2B von Bedeutung als B2C." Daher hatte Unibail-Rodamco-Westfield seine jährliche Handelsimmobilienmesse Retail Open House zeitgleich zur Grundsteinlegung im benachbarten Maritimen Museum veranstaltet. "Das ist auch der Vermietungsstart für kleine und mittlere Mieter."

In Hamburg soll alles anders werden als andernorts. "46 Restaurants mit Sterneköchen", die Gastronomie segmentiert nach Aufenthaltsdauer: bis 30 Min., 30 bis 60 Min., über 60 Min. Beim Einzelhandel will man über Verträge nachdenken, wie der im Laden initiierte Onlineumsatz in die Umsatzmiete eingerechnet werden kann. "Der Einzelhandel braucht weniger Läden, aber die müssen außerordentlich sein. Wir investieren in wenige Destinationen, auf die wir den verbleibenden stationären Umsatz konzentrieren wollen", erklärt Hohlmann. In Deutschland wird es nur noch ein weiteres Quartier mit dem Namen Westfield geben - die lange geplante, aber noch lange nicht gesicherte Mall Oskar in Osnabrück ist es nicht.

Das 6,7 ha große Überseequartier mit 419.000 m2 BGF wird aus 14 Gebäuden bestehen, die 650 Wohnungen aufnehmen. Sie sollen im Anschluss an die Rohbauerstellung der drei Einzelhandelsetagen mit 200 Geschäften entstehen, die nicht Shoppingcenter genannt werden sollen. Auf 48.000 m2 bieten Büros Raum für 4.000 Arbeitsplätze, Freizeit und Unterhaltung werden integriert. Weitere Ankerprojekte des Quartiers sind drei Hotels mit 830 Zimmern sowie ein Kreuzfahrtterminal. Die Fertigstellung soll bis Ende 2022 erfolgen.

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