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Unternehmen | 30.05.2019

Aus IZ22/2019, S. 3

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

Wohnungsbauer Isaria soll zum Verkauf stehen

Der US-amerikanische Private-Equity-Investor Lone Star will sich offenbar vom Wohnungsbauer Isaria trennen. Die Projektpipeline jedenfalls hat der einst auf München fokussierte Entwickler stark erweitert: Das Verkaufsvolumen der Vorhaben, die über fünf Standorte verteilt sind, beziffert er auf 2,7 Mrd. Euro.

Isaria solle an einen Investor verkauft oder alternativ im Herbst dieses Jahres erneut an die Börse gebracht werden. Lone Star erwarte daraus einen Erlös von etwa 500 Mio. Euro. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Isaria und Lone Star äußern sich dazu nicht. Im Geschäftsbericht 2018 scheint der Wohnungsbauer aber mit Zahlen für sich zu werben. Der Verkaufswert der Projektpipeline ist demnach im vergangenen Jahr von 1,9 Mrd. auf 2,7 Mrd. Euro gestiegen. Dabei hat Isaria Fuß in eine weitere der sieben Topstädte gesetzt - Frankfurt -, ist nun mit Projekten in München, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Frankfurt vertreten und nennt Wachstum als strategisches Ziel: "Die Expansion in andere Top-Sieben-Standorte und weitere Metropolregionen in Deutschland ist angestrebt und wird weiter vorangetrieben", heißt es im Jahresbericht.

Den Umsatz verbesserte das Unternehmen im vergangenen Jahr von 25,3 Mio. Euro - "ein Übergangsjahr", wie es für 2017 meldete - auf 142,5 Mio. Euro. Mit "gut 60%" entfällt davon ein Großteil auf den Verkauf des unter dem Namen South One vermarkteten ehemaligen Siemens-Bürohauses im Münchner Stadtteil Obersendling. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 37,5 Mio. Euro nach 34,9 Mio. Euro, das Konzernergebnis stieg von 1,9 Mio. auf 2,7 Mio. Euro.

In den kommenden fünf Jahren will Isaria einen Umsatz in Höhe von insgesamt 2,1 Mrd. Euro erzielen. Langfristig soll es innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren auf durchschnittlich 700 Mio. bis 800 Mio. Euro jährlich nach oben gehen (insgesamt 3,5 Mrd. bis 4 Mrd. Euro). Die größten geplanten Projekte sind die ehemalige MD-Papierfabrik in Dachau, für das laut Isaria-Fondstochter One Group ein Verkaufsvolumen von 669 Mio. Euro angesetzt ist, sowie das Diamalt-Gelände in München-Allach mit einem veranschlagten Verkaufsvolumen von 420 Mio. Euro.

Isaria war 1995 als JK Wohnbau von Josef Kastenberger als Bauträger von Wohnungen in München gegründet und 2010 an die Börse gebracht worden. Der Ausgabepreis betrug 8 Euro, der Bruttoemissionserlös 80 Mio. Euro. Das Oberlandesgericht München verurteilte Kastenberger 2013 wegen Untreue und Betrugs zu dreieinhalb Jahren Haft. Eine Beteiligungsgesellschaft von Lone Star übernahm das mittlerweile in Isaria umbenannte Unternehmen 2016 - den Aktionären wurden 4,50 Euro pro Aktie geboten - und holte es von der Börse.

Sollte es nun wieder aufs Parkett gehen, wäre Isaria nach Instone der zweite ausschließlich auf Wohnungen fokussierte Entwickler an der Börse. Instone ist seit Februar vergangenen Jahres gelistet. Mitgebracht hat das aus formart (Essen) und GRK (Leipzig) geschmiedete Unternehmen damals Projekte mit einem auf 3,4 Mrd. Euro bezifferten Verkaufsvolumen. Das Papier wurde für 21,50 Euro pro Aktie platziert. Derzeit rangiert es um die 22-Euro-Marke (Schlusskurs Montag, 27. Mai, 22,30 Euro), der bislang erreichte Höchstwert waren 25,05 Euro.

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