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Märkte | 23.05.2019

Aus IZ21/2019, S. 4

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

B- und C-Standorte haben Zugkraft

Quelle: Pixabay, Urheber: lapping
Steigende Mieten, steigende Kaufkraft - das macht Städte wie Halle interessant.

Quelle: Pixabay, Urheber: lapping

Städte jenseits der Topstandorte sind im Aufwind, meinen Akteure am Wohnimmobilienmarkt. Beispiele sind Halle/Saale und Mönchengladbach. Ob Investoren dort auch dann noch Freude haben werden, wenn die Konjunktur abflaut, darauf sind die Antworten vage.

"Deutschland ist das Land des Mittelstands, und der sitzt sehr häufig an C- und D-Standorten", sagt Karsten Jungk, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Wüest Partner Deutschland. Dass etliche davon auch vom Wirtschaftsaufschwung profitierten, zeige sich an Halle an der Saale und Mönchengladbach. Bei steigenden Einwohnerzahlen sei die Arbeitslosenquote gesunken und der Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter gestiegen: zwischen 2013 und 2018 in Halle um 13%, in Mönchengladbach um 8,6%. Die Kaufkraft legte im gleichen Zeitraum in Halle um 4,8% zu, in Mönchengladbach um 11%, berichtet Jungk.

Weitere Pluspunkte für Städte der zweiten Reihe seien dort ansässige Hochschulen und Großstädte in nächster Nähe. "Halle profitiert von der Nähe zu Leipzig, Mönchengladbach von der zu Düsseldorf", sagt Jungk. Das sieht auch Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach so. "Wir merken, dass die Nachfrage nach Wohnungen und die Nachfrage von Investoren gestiegen ist."

Auch Catella baut in Mönchengladbach, investiert CEO Klaus Franken zufolge eine Dreiviertelmilliarde Euro ins Projekt Seestadt mg+. Für Catella zähle, dass Projekte an Verkehrsknotenpunkten liegen und Städte verlässliche Partner seien. Überzeugen dürfte auch, dass die Renditen deutlich höher als in den Topstädten sind. Jungk nennt, errechnet auf der Basis von Grundstücksmarktberichten, Bruttorenditen von im Mittel 6,7% für Halle und 7,1% für Mönchengladbach.

"Jeder wird nur investieren, wenn die Nachhaltigkeit gegeben ist", meint Kai Wolfram, Geschäftsführer bei Engel & Völkers Investment Consulting, zur Krisensicherheit solcher Investments befragt. Franken zufolge sind dann die Investoren gut aufgehoben, die in Ballungsräumen in guter Mikrolage investiert haben - vor allem, wenn sie die breite Mittelschicht bedienen.

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