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Märkte | 23.05.2019

Aus IZ21/2019, S. 3

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Sie bauen am falschen Ort

In den Ballungsräumen übersteigt die Nachfrage nach Wohnungen bei Weitem das Angebot. In einigen ländlichen Regionen wird dagegen viel zu viel gebaut, sagt eine Studie von Bouwfonds und bulwiengesa.

Der Entwickler BPD (Bouwfonds Property Development) und bulwiengesa haben die Wohnungsmärkte in 11.000 deutschen Gemeinden anhand der Kategorien Nachfrage und Angebot analysiert. Ein Ergebnis: Die Bautätigkeit in Deutschland ist falsch verteilt. In vielen eher ländlichen Gebieten wird, gemessen an der Nachfrage, zu viel gebaut. Das trifft nicht nur auf große Teile Ostdeutschlands zu, sondern auch auf westdeutsche Mittelgebirgslandschaften wie Sauerland, Vogelsberg, Hunsrück und Eifel. In etwas geringerem Maße sind auch die Regionen Schwarzwald, Odenwald, Spessart und Bayerischer Wald betroffen. Grund für die geringe Nachfrage dort sei vermutlich die schlechte Verkehrserschließung.

Es gibt aber auch Ausnahmen im ländlichen Raum. Diese bildeten beispielsweise die Regionen Emsland-Cloppenburg-Vechta, Konstanz-Tuttlingen-Balingen und Ulm-Oberschwaben-Allgäu. Hier führten hohe Geburtenraten und eine erfolgreiche mittelständische Wirtschaft zu einer hohen Wohnflächennachfrage.

In den Ballungsräumen und Universitätsstädten kann das Angebot nicht annähernd die Nachfrage befriedigen. In München und Stuttgart erstrecke sich diese Entwicklung bis weit in das jeweilige Umland hinein. In Berlin, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Bremen sei der Effekt deutlich stärker auf die Städte selbst und ihr näheres Umland konzentriert. Josef Lickteig, Geschäftsführer von BPD in Deutschland, warnt: "Baulandengpässe sind eine gewaltige Herausforderung in den Großstädten. Aber oft wird übersehen, dass sich in manchen Regionen ein Überangebot aufbaut." Metropolen müssten mit Gebietsentwicklungen im Umland entlastet werden. Dazu brauche es eine gute Verkehrsinfrastruktur. Fehlentwicklungen auf dem Land müssten mittels anderer Raumplanung "Einhalt geboten werden".

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