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Unternehmen | 16.05.2019

Aus IZ20/2019, S. 34

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Geförderter Bürobau, aber kein Bebauungsplan

Quelle: ANH Hausbesitz GmbH
Die Baugrube für das gläserne Haus an der Spree wird im August ausgehoben. Bis zum Frühjahr 2022 wird gebaut.

Quelle: ANH Hausbesitz GmbH

Berlin. Die vierte Baugenehmigung für ein Bürogebäude, aber kein Bebauungsplan: Das ist die aktuelle Situation auf einem Uferstreifen in der 25 ha großen Spreestadt Charlottenburg.

Ergattert hat die Erlaubnis für den Bau eines 25 Mio. Euro teuren gläsernen Terrassenhauses mit Blick aufs Wasser Isabel Mattmüller, Niederlassungsleiterin der ANH Hausbesitz mit Wurzeln im sauerländischen Arnsberg. Das war schwierig, erinnert sich die Architektin und Immobilienökonomin.

Einmal, weil es für das Areal entlang der Gutenbergstraße keinen Bebauungsplan gibt. Der scheitert bislang wohl daran, dass ein dort ansässiger Eigentümer nicht kooperieren möchte. Zum anderen gab es im Bauausschuss des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf Stimmen, die auf diesem schönen Stück Berlin an einem Knie der Spree gerne Wohnungen gesehen hätten - 30% davon öffentlich gefördert und zu niedrigen Mieten auf den Markt gebracht.

Doch Mattmüller setzte ein viertes Bürohaus auf dem 8.000 m² großen Grundstück durch - nach The Box, The Knee und den Spreestudios. Die "Kiste" entstand ab 2014 in einem 5.800 m² großen, 1969 gebauten Lagergebäude mit 4,20 hohen Decken. Das 20 Mio. Euro teure "Knie" an einer Biegung des Flusses ist der erste Neubau. Er umfasst sechs Etagen mit 4.600 m² Bürofläche und 700 m² für Läden. Die Vermietung hat gerade begonnen. Die Studios gleich nebenan sind nur 900 m² groß und komplett an einen einzigen Nutzer aus der EDV-Branche vergeben. Im September können die Möbelwagen vorfahren.

Das zukünftige Terrassenhaus mit 5.500 m² Mietfläche hat das Büro AHM Architekten, Berlin, "durchgeschoben", sodass jeder Mieter sowohl zur Straße als auch aufs Wasser gucken kann. Doch die jetzt erhaltene Baugenehmigung hatte einen Preis, lächelt die Chefin. Statt staatlich geförderter Wohnungen wird es an der Spree vom Unternehmen subventionierte Bürofläche geben.

Anders ausgedrückt: Mattmüller muss in den vier Bürohäusern 1.000 m² für junge Gründer aus der nahegelegenen Technischen Universität für 15 Euro/m² zur Verfügung stellen. Der Markt gibt an dieser zentralen Stelle in der westlichen Innenstadt aber bereits 25 Euro/m² her.

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