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Recht | 02.05.2019

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Aus IZ18/2019, S. 1

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD)
  • Personen:
    Gerold Happ, Steffen Groß, Anne Lindner, Christoph Ritzer, Sylvia Beck, Philipp Stroh, Dieter Osthus
  • Immobilienart:
    Gewerbe allgemein, Wohnen

Note Fünf für die DSGVO

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Die Beurteilung, die die DSGVO nach einem Jahr Gültigkeit erhält, fällt schlecht aus. Eine der positiveren Aussagen ist: Sie hat es geschafft, den Datenschutz mehr ins Bewusstsein zu rücken.

Quelle Tafel: Fotolia.com, Urheber: JRP Studio; Montage Schrift: Immobilien Zeitung

Bürokratisches Monster, Abmahnabzocke: Vor einem Jahr traten die EU-weiten Datenschutzvorschriften in Kraft und ein Schreckensszenario jagte das nächste. In der Immobilienbranche befeuerte d [...]

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Kommentar zu "Note Fünf für die DSGVO"

Seit einem Jahr gilt die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Sie quält Unternehmen mit ihren Vorgaben und macht auch vor dem Privaten nicht Halt. Kein Friseurbesuch, keine Reisebuchung, kein Arzttermin ohne das entsprechende Formular. Das ist nervig. Die Idee, dass Unternehmer nicht Massen von Informationen über Menschen ohne deren Wissen sammeln sollen, ist trotzdem richtig. Teil des Persönlichkeitsrechts ist es, selbst zu bestimmen, wer den Namen nebst Telefonnummer etc. kennt. Das wird auch deshalb nicht falsch, wenn viele per Internet bereitwillig intimste Gedanken, Daten und Fotos mit der ganzen Welt teilen.

Die DSGVO krankt jedoch daran, dass sie nicht zwischen Privatleben und Arbeitswelt unterscheidet. Wer dem Geschäftspartner in spe eine Visitenkarte überreicht, der hofft natürlich darauf, dass dieser die Daten speichert. Im Idealfall jahrelang, für immer neue Projekte. Über die Regelungswut jammern hilft aber nicht. Die DSGVO ist da und sie wird bleiben. Die Immobilienwirtschaft sollte versuchen, sie als Chance zu verstehen: z.B. auf einheitliche Standards für Mieter- und Nutzerdatenbanken sowie für standardisierte Prozesse beim Umgang mit Daten von Vertragspartnern - und auf Transparenz. Erstere bringen idealerweise die Digitalisierung voran. Letzteres hilft womöglich gegen das Image von angeblich schmutzigen Deals zulasten der Mieter im Hinterzimmer. ba

Orientierungshilfe Mieterselbstauskunft: "Einholung von Selbstauskünften bei Mietinteressentinnen"

Literatur: Datenschutz in der Wohnungswirtschaft, 1. Auflage 2018, 320 Seiten, 49,95 Euro, im IZ-Shop erhältlich