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Märkte | 18.04.2019

Aus IZ16/2019, S. 24

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

Rostocker Wohnbündnis will kräftig bauen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter
Im Zentrum von Rostock mit den hübschen Giebelhäusern sind freie Wohnungen nur schwer zu finden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter

Rostock. 9.600 Wohnungen sollen bis 2023 in der Hansestadt entstehen. Das haben die Partner des vor kurzem gegründeten Bündnisses für Wohnen sich als Ziel gesetzt. Bis 2035 sollen insgesamt 26.000 neue Wohnungen geschaffen werden, um den prognostizierten Bedarf decken zu können.

Nicht rasant, aber doch beständig wächst Rostocks Einwohnerzahl seit einigen Jahren. Was den Wohnungsmarkt in der Hansestadt angeht, war diese Entwicklung zunächst ein Segen, denn seit 2005 sank die lange Zeit hohe Leerstandsquote kontinuierlich. Und schon 2010 standen weniger als 4% der Wohnungen leer und die Zahl der Einwohner stieg auf über 200.000. Um mit dem weiter anhaltenden Bevölkerungswachstum mithalten zu können, startete Rostocks langjähriger Oberbürgermeister Roland Methling (Wählerbündnis Unabhängige Bürger für Rostock) bereits 2015 eine Wohnbauoffensive. Jetzt soll der Wohnungsbau zudem durch das neue Bündnis schneller vorangebracht werden.

Die Bündnispartner haben sich verpflichtet, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und nicht nur viel zu bauen, sondern auch ausreichend bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Dafür will die Stadt Grundstücke zur Verfügung stellen, die künftig nicht mehr zum Höchstgebot veräußert werden, sondern im Konzeptverfahren und möglichst im Erbbaurecht vergeben werden sollen. Zudem verpflichtet sich die Stadtverwaltung, zügig Baurecht zu schaffen, um Potenzialflächen nutzbar zu machen. Auch die Förderung von Wohnraum soll künftig verstärkt eine Rolle spielen, damit breiten Bevölkerungsschichten ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht.

Vorerst wollen die Bündnispartner bis 2023 kooperieren, um die gemeinsam in einer Vereinbarung formulierten Ziele zu erreichen und unter anderem bis dahin jährlich 1.200 Wohnungen zu schaffen. Neben der städtischen Gesellschaft Wiro, die allein auf dem Werftdreieck 750 Wohnungen bauen wird, gehören sechs Wohnungsbaugenossenschaften zum Bündnis, das private Wohnungsunternehmen Semmelhaack, der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und der Landesverband Nord des Bundesverbands Freier Wohnungsunternehmen. Weitere Bündnispartner sind unter anderem der Mieterverein Rostock, die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung oder die Stadtwerke und die Rostocker Straßenbahn.

Gemeinsam wollen die Partner die wachsende Stadt gestalten und nicht nur Wohnraum, sondern auch die nötige Infrastruktur schaffen. "Wenn die ehrgeizigen Wohnungsbaupläne der Stadt Wirklichkeit werden sollen, bedarf es einer konzentrierten Aktion aller Beteiligten", glaubt Andreas Breitner, Direktor des VNW.

Die Zeit drängt. Schon jetzt liegt die Zahl der Einwohner bei etwa 210.000, bis 2035 könnten der städtischen Prognose zufolge mehr als 230.000 Menschen in Rostock leben und schon jetzt ist Wohnraum in gefragten Lagen knapp. Von einer Wohnungsnot wie der Rostocker Mieterverein will Breitner aber nicht sprechen. Zwar gebe es in der Innenstadt Engpässe, aber: "Es gibt genauso Stadtteile wie Toitenwinkel und Dierkow, wo Wohnungen Mieter suchen.

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