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Märkte | 18.04.2019

Aus IZ16/2019, S. 5

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Sylt ist am teuersten

Quelle: Pixabay, Urheber. falco
Die Nordseeinsel Sylt ist schön - und teuer. Ferienimmobilien können dort schon mal 25 Mio. Euro kosten.

Quelle: Pixabay, Urheber. falco

Die Nachfrage nach Ferienimmobilien und Zweitwohnsitzen in den deutschen Urlaubszielen bleibt hoch. Vor allem in Toplagen übersteigt das Interesse das Angebot deutlich.

Eine 26 Jahre alte Doppelhaushälfte für schlappe 3,15 Mio. Euro? In Braderup auf Sylt kein Problem! Laut Makler besticht das reetgedeckte Objekt mit dem Charakter eines Einzelhauses durch ein repräsentatives Erscheinungsbild und die fußläufige Lage zum Wattenmeer. Das lässt man sich was kosten. Zumal, wenn das 200 m² große Häuschen mit sechs Zimmern auch über eine Sauna verfügt. Doch es geht noch teurer. 25 Mio. Euro legte ein Käufer für ein Feriendomizil auf Sylt auf den Tisch; das ist absolute Spitze im Report des Luxusmaklers Engel & Völkers für 2018. Auf Rang zwei steht der Kaufpreis von rund 20 Mio. Euro für ein Ausnahmeobjekt zwischen Starnberger See und Ammersee.

26 Standorte hat Engel & Völkers untersucht und festgestellt, dass die Preise für Ferienimmobilien und Zweitwohnsitze in den meisten Regionen steigen. Mit einem Spitzenwert von 20.000 Euro/m² erzielten Anfang des Jahres gleich drei Standorte Höchstpreise für Eigentumswohnungen in Premiumlage: Sylt, Norderney und Tegernsee. Dabei trieb vor allem das knappe Angebot die Preise in die Höhe. "Das Neubaupotenzial ist an den Wasserlagen auf den Nord­ und Ostseeinseln besonders gering, wodurch seit Jahren ein deutlicher Nachfrageüberhang festzustellen ist", erklärt Kai Enders, Vorstandsmitglied bei Engel & Völkers. Auf den Ostfriesischen Inseln werde der Neubau so stark reglementiert, dass teilweise gar keine Ferienwoh­nungen mehr gebaut werden könnten. "Dies führt dazu, dass Käufer auch auf gute und mittlere Lagen ausweichen und die Preise dort ebenfalls stark steigen", sagt Enders. Besonders auf Juist, Borkum, Spiekeroog und Norderney sei dieser Effekt zu beobachten.

"Eine Ferienimmobilie ist für den Käufer nach wie vor eine attraktive Kapitalanlage und die Vermietbarkeit spielt eine wichtige Rolle", erläutert Enders. Das werde auch so bleiben. Nach Einschätzung von Engel & Völkers ist in einigen Gebieten noch mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen. In den Top-Ferienstandorten stabilisieren sich die Preise nach den Sprüngen der letzten Jahre auf hohem Niveau. An einigen Standorten gebe es eine hohe Nachfrage nach Objekten als reine Kapitalanlage. In der Lübecker Bucht etwa würden Objekte in 40% der Fälle zur Kapitalsicherung oder als Anlage gekauft, teilt Engel & Völkers mit.

Der Franchisemakler geht von einem weiter steigenden Nachfragedruck aus, da nur sehr wenige Objekte auf den Markt kommen werden. "Die höchsten Preiszuwächse sind in den sehr guten Lagen zu erwarten", sagt Enders voraus. Denn an einigen Standorten hätten die Spitzenpreise schon die Obergrenze erreicht und würden auf hohem Niveau verharren.

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