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Märkte | 11.04.2019

Aus IZ15/2019, S. 31

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Investoren halten sich noch zurück

München. Der Investmentmarkt startet verhalten in das Jahr. Nach dem Rekordergebnis von 2018 ist das keine Überraschung. Für das zweite Halbjahr erwarten Makler eine deutliche Belebung.

Der Münchner Investmentmarkt konnte zum Jahresauftakt erwartungsgemäß das außerordentliche Spitzenergebnis von 2,3 Mrd. Euro nicht wiederholen. Mit rund 617 Mio. Euro Transaktionsvolumen war es allerdings der schwächste Jahresstart seit 2011. Anders als vor Jahresfrist, als gleich mehrere große Objekte den Eigentümer wechselten, gab es im Büromarkt bisher nur einen Deal im dreistelligen Millionenbereich: Die Westend Yards in der Hansastraße im Westend gingen für mehr als 130 Mio. Euro von PGIM Real Estate zu LaSalle Investment.

Das wird kaum so bleiben. "Nun gehen einige Objekte in die Vermarktung, die sich dann im zweiten Halbjahr massiv auf die Bilanz auswirken werden", prophezeit Andreas Eichwald von JLL in München. Zum Verkauf steht etwa die Siemens-Siedlung in Neuperlach. HIH Real Estate, die RFR Holding sowie PGIM für den chinesischen Staatsfonds Gingko Tree wollen sich von dem 43 ha großen Campus trennen. Der Kaufpreis dürfte deutlich über 500 Mio. Euro liegen. Über weitere Objekte im mittleren dreistelligen Millionenbereich wird intensiv verhandelt. So sollen in Hallbergmoos etwa das Ludwigsforum der BayernLB-Tochter Gewerbegrund und das Aero 49 der Leipziger Vicus-Gruppe auf dem Markt sein. Interessenten dürften zahlreich vorhanden sein. "Vor allem die B-Lagen in den Randlagen und dem Umland werden viel aktiver in den Investorenblick genommen", ergänzt Eichwald. Zudem dürften in diesem Jahr verstärkt Wohnportfolios den Besitzer wechseln. Peter Thomas von CBRE in München rechnet daher zum Jahresende mit einem Volumen von 6 Mrd. Euro.

Die Spitzenrenditen sind noch einmal leicht auf 2,8% zurückgegangen. Der erneute Preisanstieg liegt auch an der Entwicklung bei den Büromieten. Mieter müssen im Stadtgebiet durchschnittlich 21,10 Euro/m² bezahlen. Im Umland sind die Mieten auf 13,10 Euro/m² geklettert. In der Spitze zahlen Unternehmen derzeit knapp unter 40 Euro/m². Die Makler von JLL rechnen damit, dass die Spitzenmiete zum Jahresende einen Sprung auf 41,50 Euro/m² machen wird.

Das Mietwachstum könnte bald seinen Höhepunkt erreicht haben. Denn in München wird mit 845.000 m² so viel Bürofläche gebaut wie seit 2003 nicht mehr. Fritz Maier-Hartmann, Leiter der Bürovermietung bei JLL in München, erwartet, dass in diesem Jahr 450.000 m² Bürofläche auf den Markt kommt. Davon seien noch 94.000 m² unvermietet. Die Leerstandsquote könnte zum Jahresende auf über 3% steigen. Aktuell sind es rund 2,6%. Im Umland sank der Leerstand auf 3,5%.

Projektentwickler beobachten diese Entwicklung mit wachsendem Interesse. "Wir erwarten erstmals seit langem wieder spekulative Projektentwicklungen außerhalb der Stadtgrenzen, die zur Entlastung des angespannten Marktes beitragen können", sagt Peter Bigelmaier von Colliers München.

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