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Projekte | 11.04.2019

Aus IZ15/2019, S. 30

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Der "Toaster" wird abgerissen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Das Bettenhaus, der sogenannte Toaster, hat ausgedient. Am Ende wird er fast 50 Jahre lang das Wahrzeichen des Universitätsklinikums München-Großhadern gewesen sein.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

München. Vor vier Jahren beschloss die bayerische Staatsregierung den Neubau des Universitätsklinikums in Großhadern. Nun gab die Klinikleitung auf einer Bürgerversammlung Details zum Campus bekannt.

Es ist eines der aufwendigsten und teuersten Bauprojekte in Bayern der nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Auf dem gut 70 ha großen Areal des Universitätsklinikums im Münchner Stadtteil Großhadern entsteht ein neuer Campus. Rund 400.000 m² Bruttogrundfläche sind allein im ersten Bauabschnitt geplant.

Dass die Neugestaltung des Klinikgeländes dringend notwendig ist, beschloss die bayerische Staatsregierung schon im Januar 2015. Die Kosten dafür dürften sich nach ersten Schätzungen allein für den ersten Bauabschnitt auf mehr als 1 Mrd. Euro belaufen. Gesucht ist nun ein Gesamtkonzept für das Klinikgelände. Seit Januar können sich Architekten und Fachplaner für den zweistufigen europaweiten Wettbewerb anmelden. Dieser soll im Juni starten. Im August 2020 stehen dann die Gewinner fest.

Die große Herausforderung ist, das Projekt im laufenden Betrieb umzusetzen. Das Universitätsklinikum behandelt an seinen beiden Standorten in der Innenstadt und in Großhadern jährlich 500.000 Patienten.

Das erste Grobkonzept sieht vor, dass es keinen riesigen zentralen Klinikbau mehr geben soll. Vielmehr bekommen die einzelnen medizinischen Fachbereiche eigene Gebäude. Im Norden des Campus sind ein Forschungsbau mit einer Nutzfläche von 6.500 m² sowie ein Diagnostikzentrum mit rund 14.000 m² geplant.

Für das Herz-, Lungen- und Gefäßzentrum mit 430 Betten und einem Hubschrauberlandeplatz sind 28.000 m² vorgesehen. Das Onkologische Zentrum bekommt 188 Betten auf 26.000 m². Die Haunersche Kinderklinik soll ihren Standort am Goetheplatz in der Innenstadt aufgeben und ebenfalls nach Großhadern ziehen. Dafür ist am südlichen Ende des Campus ein Neubau mit 18.000 m² Nutzfläche vorgesehen. Geplant sind auch zwei kleinere Verwaltungsgebäude an der Zufahrt zum Klinikum. Etwa 80 bis 100 Büroarbeitsplätze sollen dort unterkommen.

Da viele der neuen Gebäude auf den bisherigen Parkflächen entstehen sollen, wird an der Klinikzufahrt zunächst ein Parkhaus mit 1.700 Stellplätzen errichtet.

Im Zentrum des Campus steht derzeit noch das 40 Jahre alte Bettenhaus, in dem bis zu 1.200 Patienten stationär aufgenommen werden können. Wegen seiner schimmernden Außenhülle und der markanten Dachkonstruktion wird der 13-geschossige Bau auch charmant als Toaster bezeichnet. Das 200 m lange und 60 m hohe Haus wird am Ende abgerissen. Allerdings erst wenn die Neubauten stehen.

Das dürfte nach Einschätzung von Professor Karl-Walter Jauch, Vorstandsvorsitzender des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), erst in 20 Jahren der Fall sein. Bis dahin ist noch genügend Zeit, um zu entscheiden, was mit dem dann frei werdenden Areal geschehen soll. Immerhin geht es dabei um gut 90.000 m² Fläche. Erste Planungen sehen an der Stelle wieder ein Bettenhaus vor, das aber nicht so massiv ausfallen soll wie das bisherige.

Bis zum Baubeginn werden noch ein paar Jahre vergehen. Frühestens 2021 soll mit den ersten Arbeiten am Parkhaus begonnen werden. Die Arbeiten an den Klinikgebäuden dürften 2024 starten. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnte der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein, schätzte Jauch auf der Bürgerversammlung. Bis der zweite Abschnitt fertig ist, dürften dann noch einmal acht Jahre vergehen.

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