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Märkte | 11.04.2019

Aus IZ15/2019, S. 25

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin verdoppelt den Investmentumsatz

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke
Wo früher Beate Uhse die Männerwelt bediente, steht jetzt das Geschäftshaus Zoom. Der Verkaufserlös von 265 Mio. Euro trug zum fulminanten Ergebnis am Investmentmarkt bei.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke

Berlin. Die deutsche Hauptstadt bricht wieder alle Rekorde. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind mehr als doppelt so viele Gewerbeimmobilien gehandelt worden wie 2017. Mit einem Transaktionsvolumen von 2,63 Mrd. Euro feiert Berlin zugleich ein Allzeithoch und steht an der Spitze aller großen deutschen Investmentstandorte.

Die Hauptstadt steht sowohl bei deutschen als auch internationalen Investoren ganz oben auf der Einkaufsliste", heißt es im druckfrischen Marktreport aus dem Hause BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Der Berliner Investmentmarkt wird zum Ende des Jahres die 7-Mrd.-Euro-Marke knacken, geben sich die Makler überzeugt. Dafür spreche nicht nur der gute Jahresauftakt, sondern auch, dass sich eine Vielzahl großer Objekte in der konkreten Vermarktung befänden.

Bemerkenswert sei, dass dieses Topresultat nahezu ausschließlich auf Einzeldeals zurückzuführen ist: Diese stehen für 96% des Umsatzes. Portfoliotransaktionen machen nicht einmal 100 Mio. Euro aus und spielen damit faktisch kaum eine Rolle. Dem Umsatz Beine machten dagegen sieben Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich - darunter der Verkauf der Oberbaumcity und des Pressehauses am Alexanderplatz. Das US-amerikanische Immobilienunternehmen Tishman Speyer hat das denkmalgeschützte Scheibenhaus aus den 1970er Jahren zweieinhalb Jahre nach dem Erwerb für 365 Mio. Euro vor wenigen Tagen an die GEG German Estate Group, Frankfurt, verkauft.

Anlegers Darling waren zwischen Januar und März 2019 Bürohäuser. Sie trugen gut 71% zum Gesamtumsatz bei. "Anteile in dieser Größenordnung erzielen in der Regel nur Frankfurt und teilweise auch München", heißt es in dem Bericht zum Berliner Markt. Auf Platz zwei liegen Einzelhandelsimmobilien, die gut 18% beisteuern. Das ist vor allem dem Verkauf des Geschäftshauses Zoom in der City West zu verdanken. Der US-amerikanische Investor Hines reichte das Haus im März für 265 Mio. Euro an den Asset-Manager Corpus Sireo weiter, der für Swiss Life und die Bayerische Versorgungskammer auf Einkaufstour war.

Logistikobjekte kommen auf einen Anteil von knapp 5%. Anders als in den Vorjahren konnten bislang kaum nennenswerte Hoteldeals erfasst werden, da kein entsprechendes Produkt am Markt sei.

Kaufen wollen in Berlin aber alle, wissen die Fachleute. Viele Berlin-Enthusiasten agieren nicht direkt, sondern investieren über Fonds, die für mehr als die Hälfte des Umsatzes verantwortlich zeichnen. Aufs Podium geschafft haben es außerdem noch Investmentmanager, deren Anteil sich auf 17% beläuft. Mit Ausnahme der Pensionskassen (gut 10%) bewegen sich alle übrigen Anlegertypen im einstelligen Prozentbereich.

Die Spitzenrenditen blieben auf dem niedrigen Niveau stabil. Lediglich im Highstreet-Segment war noch einmal ein Rückgang um zehn Basispunkte auf jetzt 2,8% zu beobachten. Die Nettospitzenrendite für Bürohäuser liegt dagegen unverändert bei 2,7%, womit Berlin weiterhin der teuerste deutsche Büroinvestmentstandort ist. Mit Premium-Logistikobjekten sind, wie bundesweit üblich, 4,05% zu erzielen.

Nachtrag: Nach Informationen der Immobilien Zeitung verfügt das Zoom über ca. 16.500 m² Mietfläche.

Transaktion: Berlin, Joachimsthaler Straße 3

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