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Projekte | 04.04.2019

Aus IZ14/2019, S. 20

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Dywidag-Brache wird zum Mischquartier

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Die Abbrucharbeiten auf dem einstigen Dywidag-Gelände sind bereits weit vorangeschritten.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Wiesbaden. Ein Investitionsvolumen von bis zu 225 Mio. Euro in wohn- und Gewerbebauten soll im Süden des Stadtteils Erbenheim verwirklicht werden. Dafür ist das einstige Gelände des Baukonzerns Dywidag vorgesehen.

Der Projekt- und Flächenentwickler Immobilien-Treuhand Mainz (ITM) steht kurz vor einer groß angelegten Quartiersentwicklung im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim. Es geht um das 14,5 ha große Areal Erbenheim-Süd, auf dem bis 2005 eine Niederlassung des Baukonzerns Dywidag in Betrieb war. Der städtebauliche Vertrag mit der Stadt Wiesbaden ist in der letzten Abstimmung. Geplant ist ein Mischquartier mit Wohnschwerpunkt im Norden und in der Mitte sowie Büros, Handel und weiterem Gewerbe an den Rändern. ITM-Geschäftsführer Reinhard Milferstedt rechnet für den Sommer 2019 mit der Rechtsgültigkeit des ebenfalls in Arbeit befindlichen Bebauungsplans und mit der damit verbundenen Vertragsunterzeichnung. Damit kann Ende des Jahres der Tiefbau für das neue Quartier beginnen. Der Abbruch des Bestands läuft indes und ist bereits weit vorangeschritten.

ITM hat für einen Großteil des Areals bereits Käufer gefunden. Rund 3,2 ha und damit nahezu das gesamte Wohnbauland hat der Wiesbadener Bauträger Traumhaus übernommen. Sein Konzept mit einer Gesamtinvestition von rund 100 Mio. Euro sieht entlang der Bahn- und Egerstraße, mit denen das Gelände im Norden an den Erbenheimer Ortskern grenzt, Geschossbauten mit rund 140 Wohneinheiten und im Kern des Gebiets 132 Reihenhäuser vor. Für die Geschosswohnungen befindet sich Traumhaus in Verhandlungen für einen Globalverkauf an einen Bestandshalter. Die Reihenhäuser mit jeweils 141 m2 Wohnfläche sollen in den Einzelvertrieb gehen. Der Bauträger kalkuliert mit Preisen von 3.000 Euro/m2 an. Die Bauanträge für den Geschosswohnungsbau sind bereits eingereicht.

Eine Teilfläche im Osten des Geländes hat Rewe erworben und will dort selbst eine Einzelhandelsentwicklung veranlassen. Das Einzelhandelsgutachten im Rahmen des laufenden Bebauungsplanverfahrens sieht dort einen Vollsortimenter mit 1.600 m2, einen Discounter mit 1.000 m2 und einen Drogeriemarkt mit 700 m2 Verkaufsfläche vor. Rewe selbst möchte sich derzeit nicht zu seinen Plänen äußern.

Beim Gewerbe will ITM selbst als Hochbau-Entwickler tätig werden. Insgesamt sind rund 35.000 m2 Fläche für Büros sowie für andere Wirtschaftszweige möglich, die sich mit der angrenzenden Wohnnutzung vertragen. Hier hat die Vermarktung allerdings noch nicht begonnen. Eine Besonderheit stellt das Bestandsgebäude der einstigen Dywidag-Verwaltung dar: ITM will es modernisieren und im Bestand behalten.

Milfertstedt rechnet mit einer Gesamtinvestition von rund 225 Mio. Euro für alle auf der Fläche tätige Entwickler zusammen.

Transaktion: Wiesbaden, Bahnstraße
Transaktion: Wiesbaden, Bahnstraße

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