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Märkte | 04.04.2019

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Aus IZ14/2019, S. 7

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Savills, CoworkingGuide
  • Personen:
    Stephan Schörnig, Panajotis Aspiotis, Eri Mitsostergiou, Benjamin Plass
  • Immobilienart:
    Büro

Coworkingmakler streichen rund 10% der Miete ein

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber Robin Göckes
Am Coworkingtrend wollen auch Plattformen im Internet mitverdienen, die die flexiblen Büroflächen gegen Provision vermitteln.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber Robin Göckes

Rund um die wachsende Coworkingbranche hat sich im Internet das Geschäft mit der Vermittlung der flexiblen Arbeitsplatzlösungen etabliert. Noch allerdings steckt das Geschäftsmodell in den K [...]

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Coworking im europäischen Vergleich

Der Mangel an verfügbaren Büroflächen dämpft die Entwicklung des Angebots der Anbieter flexibler Büroflächenkonzepte. Das ist ein Ergebnis eines Reports der Coworkingplattform Workthere, die zu Savills gehört. Untersucht wurden für den Report der Status quo wie auch die Entwicklungserwartungen in europäischen Großstädten. "Aufgrund der dynamischen Start-up-Szene und der guten wirtschaftlichen Fundamentaldaten konnte sich Berlin unter den europäischen Hotspots als deutscher Spitzenreiter durchsetzen. Im Vergleich zu den übrigen untersuchten Metropolen besteht jedoch noch reichlich Nachholbedarf", sagt Stephan Schörnig, Workthere Manager Germany bei Savills. Angesichts einer Büroleerstandsquote von 1,5% sei es für die Anbieter flexibler Arbeitsplatzlösungen eine Herausforderung, passende Flächen zu finden. Das limitiere das weitere Wachstum von Coworkern, sodass im vergangenen Jahr in Berlin lediglich 3,8% des Flächenumsatzes auf dieses Segment entfielen. In anderen deutschen Großstädten zeigt sich ein ähnliches Bild. "In Frankfurt waren nur 6,6% der neu angemieteten Bürofläche temporär, in Hamburg waren es 3,5% und in München lediglich 2,2%." Daten aus anderen europäischen Großstädten machen deutlich, wie viel Potenzial theoretisch gegeben wäre: Die Studie zeigt, dass im vergangenen Jahr 24,8% des Büroflächenumsatzes in Stockholm sowie 22% in Brüssel auf das Flexible-Workspace-Segment entfielen. Die Vermietung flexibler Büroflächen an den analysierten Standorten sei im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 20% auf fast 830.000 m² gestiegen. "Das entspricht 9,9% der gesamten Vermietungsleistung, während dieser Anteil noch vor drei Jahren unter 3% lag", so die Studie. Eri Mitsostergiou, Director European Research bei Savills, geht davon aus, dass sich bei weiter steigender Nachfrage und einer besseren Flächenverfügbarkeit in B-Städten in diesen künftig höhere Wachstumsraten zeigen werden. Die stärkste Nachfrage wird laut Workthere allerdings dennoch an den Topstandorten in Europa erwartet. London, Paris und Berlin landen diesbezüglich auf dem Treppchen. Im europäischen Nachfrage-Ranking landet Frankfurt auf Platz sieben, Hamburg auf zehn, München auf Rang 17. Düsseldorf muss sich mit Platz 19 zufrieden geben. rgo