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Projekte | 28.03.2019

Aus IZ13/2019, S. 18

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Abriss frei für City-Hof

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Kann jetzt abgerissen werden: das Hochhausensemble des City-Hofs.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Hamburg. Die Stadt Hamburg hat den Abriss des denkmalgeschützten City-Hofs am Bahnhof erlaubt. Es gibt keine Gefährdung des Welterbestatus für das Kontorhausviertel.

Mitte März war nach Auskunft der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der abschließende Bericht von Icomos International, des Beratergremiums der Unesco, vom August 2018 in Hamburg angekommen. Die Stadt hatte die Abrissgenehmigung zurückgestellt, um zu klären, ob ein Abriss der 1958 nach einem Entwurf des Architekten Rudolf Klophaus fertiggestellten, denkmalgeschützten vier Hochhäuser am Klosterwall den Welterbestatus von Speicherstadt und Kontorhausviertel mit dem Chilehaus gefährdet. Zwar wird in dem Bericht der Abriss bedauert, doch eine Gefährdung des Welterbestatus verneint. Eine Befassung des Welterbekomitees mit dieser Frage im Sommer 2019 wird nicht empfohlen.

Das 7.000 m² große Grundstück möchte der Hamburger Projektentwickler Aug. Prien für 35,2 Mio. Euro von der Stadt kaufen, um hier nach dem Abriss des anthrazitfarbenen Hochhausensembles einen 190 m langen, neungeschossigen Neubau zu entwickeln. Für 300 Mio. Euro soll das Johann-Kontor entstehen: mit einem Hotel - dem Vernehmen nach ein Vier-Sterne-Haus der Marke Accor -, einem großen Bürogebäude und in der Mitte einem Wohnhaus mit 150 Mietwohnungen, davon ein Drittel gefördert. Im Sockel ist Raum für Einzelhandel und Kultur.

Architekten, Denkmalschützer und die Opposition hatten den Abriss kritisiert. Neben dem Abriss selbst monieren sie auch den Neubauentwurf der Architekten KPW Papay Warncke und Partner, der Sichtachsen auf das Kontorhausviertel verstelle.

Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) hingegen "begrüßt diese Entscheidung, die zu einer städtebaulichen Weiterentwicklung mit einem erheblichen Anteil neuer Wohnungen und zu einer weiteren Belebung der Innenstadt führen wird".

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