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Projekte | 21.03.2019

Aus IZ12/2019, S. 24

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Lidl entwickelt ein Stadtquartier

Quelle: Lidl, Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner
Blick von der Brückenstraße auf die geplante Bebauung rund um den Quartiersplatz.

Quelle: Lidl, Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner

Esslingen. Die Stadt und der Lebensmittelfilialist Lidl haben sich zusammengetan, um den Schulterschluss zwischen Handel, Wohnen und Aufenthaltsqualität zu realisieren. Ein Architektenwettbewerb zeigt, wie es gehen kann.

Auf dem Nürk-Areal in der Esslinger Pliensauvorstadt soll ein urbanes Mischgebiet mit zentraler Nahversorgung, Dienstleistung und Wohnungen entstehen. Dafür haben die Stadt und Lidl gemeinsam einen Architektenwettbewerb ausgelobt, den in der zweiten Runde das Stuttgarter Büro Pesch Partner Architekten Stadtplaner für sich entscheiden konnte. Seit Juli 2018 hatten sich insgesamt acht Architekturbüros aus Stuttgart, München und Göppingen der Aufgabe gestellt, ein nachhaltiges Nutzungskonzept für das rund 10.500 m2 große Nürk-Areal zu entwickeln. Die Büros Wittfoht Architekten und Pesch Partner erhielten die Möglichkeit, ihre Pläne anhand der Juryvorschläge zu optimieren. "Die Kombination von Einzelhandel und der gesellschaftlichen Aufgabe des Wohnungsbaus ist eine völlig neue Entwicklung", betont Jörg Aldinger als Vorsitzender des Preisgerichts.

Vorgesehen sind ein Lidl-Markt auf 1.600 m2, eine Drogerie, ein öffentlicher Platz, rund 180 Wohnungen und eine Tiefgarage mit 400 Stellplätzen. Möglich wird dies, weil der Fliesenfachhändler Frank Nürk das Gelände an Lidl verkauft hat. Nürk zieht mit seinem Unternehmen im ersten Halbjahr 2020 in einen Neubau an der Rötgenstraße im Industriegebiet Neckarwiesen. Wenn alles planmäßig verläuft, werden bis zum Jahr 2024 am Fuß des Zollbergs und damit nur gut zehn Minuten zu Fuß vom Esslinger Bahnhof entfernt bis zu 400 Menschen leben.

Doch zunächst soll der Siegerentwurf gemeinsam weiterentwickelt werden. Die Nachhaltig- und Kundenfreundlichkeit des Lidl-Markts stelle einen zentralen Aspekt dar, aber auch deren Sichtbarkeit. "Für uns Händler ist es besonders wichtig, unsere Filiale unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll betreiben zu können", sagt Thomas Ertl, Immobilienleiter der Lidl-Regionalgesellschaft Stuttgart. Und ergänzte bei der Vorstellung des Gewinnerentwurfs: "Das ist ein Lidl-Standort mit begleitendem Wohnen, nicht Städtebau mit Lidl drin."

Das städtebauliche Projekt in Esslingen sei ein Highlight für die Immobilienverantwortlichen von Lidl "und bleibt eine Besonderheit", betont Alexander Thurn, Geschäftsleiter Immobilien Lidl Deutschland. "Projekte wie dieses bringen natürlich spannende Herausforderungen mit sich, denen wir uns gerne stellen. Dennoch können wir Projektentwicklungen in dieser Größe nur dann durchführen, wenn Voraussetzungen wie herausragende Lage und außergewöhnliches städtebauliches Potenzial gegeben sind. Das Kerngeschäft ist und bleibt der Lebensmittelhandel."

Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger sieht das Projekt als "weiteren Baustein, um die durch das Programm Soziale Stadt ausgelöste positive Entwicklung des Stadtteils fortzuführen". Es zeige exemplarisch, wie trotz knapper Flächen ein nachhaltiger und urbaner Nutzungsmix zwischen Wohnen und Gewerbe erreicht werden könne. Parallel zur Überarbeitung des Gewinnerentwurfs leitet die Stadt das Bebauungsplanverfahren ein. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 wird Lidl seinen Bauantrag einreichen.

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