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Projekte | 21.03.2019

Aus IZ12/2019, S. 12

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Dubai sucht das Glück

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Monika Leykam
Mohammed Alawadhi vor der Animation des Großprojekts Dubai South. Im Zentrum ist das Start- und Landefeld erkennbar.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Monika Leykam

Dubai ist seit Jahren prominenter Dauergast auf der Immobilienmesse Mipim. Doch das Land hat nicht nur glamouröse Luxusprojekte zu bieten, auch Stadtentwicklung steht im Fokus.

Dubai strebt immer nach dem Maximum. Nach dem luxuriösesten Hotel (Burj Al Arab), dem höchsten existierenden Wolkenkratzer (Burj Khalifa) und dem höchsten projektierten Wolkenkratzer (Dubai Creek Tower) will das Land mit dem Al Maktoum International Airport demnächst auch das größte Flugdrehkreuz der Welt beherbergen. Rund um den gigantischen Flughafen plant das Land eine neue Stadt für die Mittelschicht. Das Projekt ist Teil der vom Landesherrscher Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum verabschiedeten "Glücksagenda".

"Wir möchten mit Dubai South einen neuen Standard für Attraktivität und Lebensqualität setzen", erklärt Mohammed Alawadhi, CEO Real Estate bei Dubai South Properties, einem Unternehmen der staatlichen Dubai Aviation City Corporation. Der Flughafen werde im Zuge seines Wachstums Jobs schaffen, "und die Menschen sollen hier nicht nur arbeiten, sondern auch leben". Der Schwerpunkt des Wohnungsangebots soll daher im bezahlbaren Bereich liegen, die räumliche Nähe zu den Arbeitsplätzen im und am Airport das chronische Stauproblem des Stadtstaats mildern - sogar autofreies Leben wollen die Planer möglich machen. Im Büropark neben dem Flughafen sollen sich internationale Unternehmen ansiedeln (das Amazon-Headquarter für den Nahen Osten und das regionale BMW-Trainingszentrum wurden bereits gewonnen), Transportdienste den 21 km2 großen Logistikpark nutzen.

Dafür investierte die Regierung bis heute rund 10 Mrd. USD in die Infrastruktur der neuen Stadt, die sich einschließlich Flughafen und dem Messegelände der Weltausstellung 2020 über eine beeindruckende Gesamtfläche von 145 km2 erstrecken wird. Fast 70% dieser Fläche entfällt auf Startbahnen, Terminals, Hangars, und Betriebseinrichtungen des Al Maktoum Airports. Der hatte bereits 2010 den Frachtbetrieb aufgenommen und sollte ursprünglich 2017 fertig sein. Davon ist heute keine Rede mehr - inzwischen wird 2030 als Endtermin aufgerufen. Dann werden 130 Mio. Passagiere pro Jahr das Drehkreuz nutzen, eine zweite Ausbaustufe könnte die Kapazität auf 230 Mio. erhöhen. Zum Vergleich: Deutschlands wichtigstes Drehkreuz in Frankfurt kam 2018 auf knapp 70 Mio.

Eine Stadt direkt neben den Startbahnen eines Großflughafens zu planen, erscheint auf den ersten Blick nicht gerade als beste Strategie für maximale Lebensqualität. Alawadhi schüttelt den Kopf. "Alle unsere Akustikmodelle zeigen uns, dass man links und rechts der Startbahnen so gut wie nichts hört."

Auf 170.000 Einwohner, überwiegend aus der Mittelschicht, ist das Wohnquartier ausgelegt. Ursprünglich plante die Regierung noch größer, doch dann wurde beschlossen, den Allgemeinflächen mehr Raum zu geben, um die Umfeldqualität zu verbessern. Einmal fertiggestellt wird Dubai South das größte Neubauprojekt für die Mittelschicht des Landes sein. "Dubai ist führend in vielerlei Hinsicht, aber nicht im globalen Ranking der glücklichsten Städte und Länder", räumt Alawadhi ein. "Hier möchten wir uns verbessern." Seit Anfang 2016 kümmert sich im Emirat ein eigenes "Glücksministerium" um das Wohlbefinden der Bürger. Wie genau das geschehen soll, ist aber noch ein wenig unklar: Die Website der Behörde besteht aus einem Smiley und der Botschaft: "Happyness - coming to you very soon." In Dubai South wird der Plan konkret: Noch im laufenden Jahr werden 7.000 Wohnungen fertig sein und die ersten Bewohner einziehen.

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