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Märkte | 21.03.2019

Aus IZ12/2019, S. 11

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:

Preise rund um Berlin explodieren

Dr. Klein hat seit 2013 regional unterschiedlich hohe Preissprünge beim Kauf von Eigentumswohnungen und Häusern ermittelt. Die Brandenburger rund um Berlin müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen - aber auch die Süddeutschen.

Das teuerste Bundesland ist und bleibt Hamburg. Hier kostete eine Wohnung im Schnitt (Median) Ende 2018 stolze 4.370 Euro pro Quadratmeter. Ein neues Haus schlägt mit 3.690 Euro zu Buche. Im Vergleich liegt die Hansestadt laut einer aktuellen Untersuchung des Finanzdienstleisters Dr. Klein auf Platz eins. Der Stadtstaat war allerdings auch vor fünf Jahren im Bundesländervergleich relativ teuer. Bei Wohnungen ging es innerhalb von fünf Jahren um knapp 29% nach oben, bei den Häusern um 34,8%. Doch die wirklich großen Preissprünge fanden beispielsweise im Speckgürtel von Berlin statt: Mit 2.675 Euro/m2 für Wohnungen ist Brandenburg zwar noch relativ günstig, jedoch haben hier die Preise seit 2013 um 69,8% zugelegt und das Land damit generell ins obere Mittelfeld der Immobilienpreisniveaus katapultiert. Auch in der Hauptstadt Berlin kletterten die Preise in den vergangenen fünf Jahren um knapp 50%, bei Neubauten sogar um 60%. Laut André Greschkowiak, Berater von Dr. Klein in Potsdam, sei dies eine Kettenreaktion. "Die boomende Hauptstadt hat zunächst Potsdam mitgezogen und nun auch weite Gebiete Brandenburgs."

Quelle: Dr. Klein
Günstig ist und bleibt es lediglich in Bremen, dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Extrem teuer ist es in Bayern, Hamburg und nach und nach auch in Berlin.

Quelle: Dr. Klein

Um über 57% stiegen die Preise in Bayern seit 2013 bei den Eigentumswohnungen. 2018 legten bayerische Käufer im Mittel 519.600 Euro für eine 100-m2-Wohnung auf den Tisch - so viel wie in keinem anderen Bundesland. Wer dort gar plant, eine Altbauwohnung zu erwerben, muss ebenfalls mittlerweile aufpassen, dass er nicht selbst allzu alt wird, bevor er seinen Kredit abbezahlt hat: Um fast 69% innerhalb von fünf Jahren haben sich die Preise verteuert. Neben der Strahlkraft der extrem teuren Stadt München sind aber auch im Freistaat generell die Preise besonders happig. Wohnungen in dieser wirtschaftsstarken Region seien immer mehr auch für Kapitalanleger interessant, sagt Karin Fuhrmann, die für Dr. Klein in Augsburg arbeitet. "Das treibt die Preise zusätzlich in die Höhe."

Nach wie vor relativ günstig ist es abseits von Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Zudem ist dort die Differenz zwischen Alt- und Neubauten mit 1.220 Euro/m2, beziehungsweise 2.107 Euro/m2, besonders groß. "Hier gibt es wenig Ballungszentren", erklärt Christian Köpper von Dr. Klein aus Magdeburg. "Das hält die Preise niedrig." Dennoch blieb das Bundesland auch nicht völlig von der Preisspirale verschont: Für Wohnungen ging es innerhalb von fünf Jahren um knapp 30% hinauf, für Häuser um 27,4%.

Derweil ist und bleibt das kleine Saarland die günstigste Region. Der Quadratmeterpreis für den Erwerb eines Hauses stieg von 1.166 Euro im Jahr 2013 auf 1.400 Euro zum Ende des vergangenen Jahres - ein Plus von im Vergleich moderaten gut 20%. Bei Wohnungen zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier kletterte der Preis von 1.128 Euro "nur" auf 1.389 Euro (23,16%). Ungewöhnlich ist in diesem Fall auch, dass sich Wohnungen und Häuser in und rund um Saarbrücken, aber auch in Nordrhein-Westfalen und in Bremen auf etwa ähnlichem Preisniveau bewegen, teilweise sind Wohnungen sogar billiger. In den meisten Bundesländern sind sie dagegen teils deutlich teurer als Häuser.

Ein ungewöhnlich heftiger Aufschlag ist im Land der Häuslebauer Baden-Württemberg zu notieren - allerdings für Wohnungen: Hier stiegen die Preise um satte 61,2%. Etwas moderater kommen die besagten Häuslebauer weg: 2.678 Euro kostet der Quadratmeter im Ländle mittlerweile. 2013 waren es noch 1.969 Euro - knapp 36% weniger.

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