Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 07.03.2019

Aus IZ10/2019, S. 24

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Dynamische Wirtschaft ohne Flächen

Stuttgart. Das Angebot an Büroflächen ist viel zu gering für die Nachfrage aus der Wirtschaft. 2018 fiel der Büroflächenumsatz unter den Zehnjahresmittelwert. Besonders Neubauflächen sind Mangelware.

Der Büroflächenumsatz ist 2018 gegenüber dem Vorjahr und dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre deutlich zurückgegangen. Die Leerstandsquote blieb fast historisch niedrig. Gründe sind das fehlende Angebot bei gleichzeitig hoher Nachfrage aufgrund der Wirtschafts- und Innovationskraft. Dies sind die Kernsätze des aktuellen Marktberichts von E&G Real Estate und der Stuttgarter Wirtschaftsförderung.

Der Flächenumsatz lag im letzten Jahr bei 218.000 m2, das sind rund 19% weniger als im Vorjahr und ein Minus von 15% gegenüber dem Zehnjahresmittelwert von 255.000 m2. Einen wesentlichen Anteil (31%) am Gesamtergebnis hatten vier Eigennutzerabschlüsse mit zusammen rund 67.000 m2. Unter diesen Eigennutzern befinden sich Bosch im Stadtteil Feuerbach mit 54.000 m2, was Feuerbach zum stärksten Teilmarkt machte, und das Land Baden-Württemberg in der Innenstadt mit rund 10.800 m2.

Der Bedarf an Büroflächen steigt vor allem beim produzierenden Gewerbe und der öffentlichen Hand. Mit einem Flächenumsatz von 76.000 m2 blieben 2018 die Industrie-unternehmen stärkste Nachfrager, angeführt von der Automobilbranche mit einem Anteil von 82%. "Dennoch hat sich deren Volumen im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel verringert", stellt Ulrich Nestel, Leiter Bürovermietung bei E&G Real Estate, fest. Stärker als in der Vergangenheit sei die öffentliche Hand aufgetreten, unter anderem mit dem genannten Eigennutzerabschluss und einer Anmietung über eine Gesamtfläche von 20.000 m2. Mit 22.600 m2 brachte es die IT-Branche auf 10% des Gesamtumsatzes. Vor allem fehlte es an großen Mietabschlüssen, insgesamt gab es nur fünf Verträge in einer Größenordnung über 5.000 m2.

Der Leerstand er-höhte sich gegenüber 2017 im vergangenen Jahr nur marginal auf 2,3% (2017: 2,1%). Der Spitzenmietpreis sank im Vergleich zu 2017 um 5,4% auf 23 Euro/m2. Die Durchschnittsmiete im gesamten Stadtgebiet einschließlich Leinfelden-Echterdingen stieg leicht um 1,4% an und beträgt nun 13,90 Euro/m2 (2017: 13,75 Euro/m2). In der City wiederum lag die Durchschnittsmiete sogar bei 18,20 Euro/m2, am günstigsten war sie im Außenbezirk Nord mit 11,70 Euro/m2. Durch Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen konnten bei Neuvermietungen von Bestandsflächen teils deutliche Mietpreissteigerungen erreicht werden.

Kein Wunder, dass der Fokus von Investoren im letzten Jahr auf Büros lag. Der Immobilieninvestmentmarkt schloss 2018 mit einem Rekordergebnis von 2,34 Mrd. Euro ab, die mit Verkäufen von 75 Immobilien erzielt wurden. Rund 55% am Transaktionsvolumen entfiel auf die Assetklasse Bürogebäude, gefolgt von gemischt genutzten Immobilien mit etwa 16%.

Auch für das laufende Jahr muss Ines Aufrecht, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt, feststellen: "Die jüngsten Neubauentwicklungen können den jetzigen Bedarf nicht decken, deshalb ist die verstärkte Revitalisierung von Bestandsflächen gefragt." Hoffnung geben Entwicklungen in Leinfelden-Echterdingen und am Pragsattel.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!