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Märkte | 07.03.2019

Aus IZSpecial anlässlich der Immobilienmesse MIPIM/2019, S. 120

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Internationale Käufer stocken München auf

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Das Correo-Quartier am Hauptbahnhof.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

München. Ein überraschend großer Anteil ausländischer Investoren hat erneut für ein Feuerwerk bei den Investments gesorgt.

Im vierten Jahr in Folge wurden auf dem Münchner Immobilienmarkt deutlich mehr als 6 Mrd. Euro investiert. Die aktuellen Zahlen der Maklerunternehmen weisen für 2018 Berechnungen zwischen 6,5 Mrd. und fast 6,7 Mrd. Euro auf. Trotzdem reichte es im bundesweiten Vergleich für München nur für den dritten Platz. In Berlin und Frankfurt wurde noch mehr Geld für gewerbliche Immobilien ausgegeben.

Andreas Eichwald vom Maklerunternehmen JLL in München beobachtete im vergangenen Jahr deutlich mehr ausländische Investoren auf dem Markt. Auf diese entfielen 44% des Transaktionsvolumens. Das ist für den Münchner Markt ein eher hoher Wert. Unter dem Strich erhöhten die ausländischen Käufer ihre Bestände in München um mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Dominiert wurde das Münchner Ergebnis wieder einmal von großen Ankäufen. Ganze 21 Transaktionen jenseits der 100-Mio.-Euro-Marke zählten die Makler. Darunter waren der Verkauf des Correo-Quartiers am Hauptbahnhof für 275 Mio. Euro von der Postbank an die Credit Suisse im ersten Quartal und das Oskar am Altstadtring am Ende des Jahres. Der US-amerikanische Investmentmanager Hines und die staatliche südkoreanische Pensionskasse National Pension Service (NPS) hatten das Gebäude 2013 für runde 150 Mio. Euro erworben. Nun wurde es für mehr als 390 Mio. Euro an Swiss Life weiterverkauft. Die Preisschübe gehen zulasten der Renditen. Core-Käufer müssen sich mittlerweile mit Renditen von unter 3% zufriedengeben.

"Eine weitere Abwärtstendenz bei den Renditen wird es sehr wahrscheinlich nicht geben", schätzt Michael Gail vom Münchner Team des Immobiliendienstleisters Savills. Investoren würden daher in ihren Kalkulationen vermehrt auf Mietpreissteigerung setzen.

Und die Chancen darauf sind offenbar bestens: "Preissprünge von bis zu 25% innerhalb eines Jahres sind keine Ausnahme mehr", beobachtet Hubert Keyl, Leiter der Münchner Cushman-&-Wakefield-Niederlassung. Die durchschnittlichen Büromieten sind 2018 laut Colliers in der Stadt um 7% auf 20,70 Euro/m² gestiegen. Im Umland machten die Büromieten sogar einen Sprung um ganze 16% auf aktuell durchschnittlich 12,80 Euro/m². Auch die Spitzenmiete schnellte um 2 Euro/m² nach oben. In den besten Lagen zahlen Unternehmen nun bis zu 39 Euro/m². Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Spitzenmiete die 40 Euro/m² knacken werde, glaubt Stefan Bauer, Münchner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate.

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