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Unternehmen | 28.02.2019

Aus IZ09/2019, S. 25

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Vernachlässigung lohnt sich

Berlin. Wohnungsunternehmen, die statt in Instandhaltung in Modernisierung investieren, können die Ausgaben auf die Miete umlegen. Das weiß auch die Deutsche Wohnen.

Die Deutsche Wohnen investiert im Vergleich zu den sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften deutlich weniger Geld in die Instandhaltung ihrer Immobilien. Die Ausgaben für Modernisierungen sind beim börsennotierten größten Berliner Privatvermieter dagegen sehr viel höher als bei den Kommunalen. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Abgeordneten Gaby Gottwald und Harald Gindra (Die Linke) an das Berliner Abgeordnetenhaus hervor (Drucksache 18/17662).

So steckten die landeseigenen Unternehmen in den Jahren 2013 bis 2017 im Schnitt zwischen 16,90 und 19,17 Euro/m² in die Instandhaltung. Die Deutsche Wohnen dagegen lenkte nur 9,45 bis 10,52 Euro/m² in die nicht umlagefähigen Maßnahmen.

Bei Modernisierung war es genau umgekehrt: Während die Landesgesellschaften 2017 zum Beispiel 7,68 Euro/m² investierten, lautete der Wert bei der Deutschen Wohnen 22,85 Euro/m². 2016 war das Verhältnis 7,44 zu 15,29 Euro/m². Nach Modernisierung lassen sich bis zu 11% der Kosten auf die Jahresmiete umlegen. Mietervertretern - wie zum Beispiel den Initiatoren des Vorhabens Deutsche Wohnen und Co enteignen - ist das Wasser auf die Mühlen. Sie werfen dem Unternehmen vor, die Häuser systematisch zu vernachlässigen, bis eine umlagefähige Modernisierung nötig ist. Die Sache lohnt sich, weil die Umlage auf Dauer zu bezahlen ist und nicht nur, bis die Modernisierung abbezahlt ist.

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