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Digitales | 28.02.2019

Aus IZ09/2019, S. 15

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Savills
  • Immobilienart:
    Büro

Chinesische Tech Cities sind auf dem Vormarsch

Im Rennen um die wichtigsten Technologiezentren laufen die Asiaten den Amerikanern zusehends den Rang ab. Hinsichtlich Kapital und Mobilität haben die Chinesen bereits die Nase vorn.

Während 2012 noch 40% des weltweiten Wagniskapitals in US-amerikanische Start-ups gesteckt wurden, waren es vergangenes Jahr nur noch 28%. Gleichzeitig legte der Anteil der Finanzmittel für technologisch getriebene Unternehmensgründungen, den chinesische Standorte auf sich vereinigten, von 11% auf 36% zu. In Peking allein wurden im Schnitt der vergangenen drei Jahre jeweils 34 Mrd. USD an Wagniskapital investiert, mehr als in New York oder San Francisco. Diese Ergebnisse finden sich in der Studie Tech Cities in Motion des Immobiliendienstleisters Savills.

Im Rahmen des Reports wurden 30 Metropolen weltweit anhand von 100 Kennzahlen auf ihre Attraktivität für Start-ups überprüft. Je lebhafter die Start-up-Szene, desto besser ist das in der Regel für Anbieter flexibler Büroflächen wie Coworking-Spaces (siehe "Silicon Germany?", IZ 46/18). Zudem prognostiziert Savills für die Top-Technologiestandorte in den kommenden zehn Jahren ein stärkeres kumuliertes Wirtschaftswachstum (36%) als in vergleichbar entwickelten Städten ähnlicher Größe (19%).

Neben den Daten zum Geschäfts- und Technologieumfeld fließen allerdings auch Faktoren wie Lebensqualität und verfügbarer Talentpool in das Attraktivitätsranking mit ein. Daher wird die Savills-Rangliste derzeit von New York angeführt, trotz des Voranpreschens der Chinesen in puncto Verfügbarkeit von Wagniskapital. Die Ostküstenmetropole hat es dabei geschafft, San Francisco im vergangenen Jahr auf den zweiten Platz zu verdrängen.

Letzteres liegt vor allem an den immensen Kosten für Wohnen und Coworkingplätze rund um das Silicon Valley. Dadurch ist die San Francisco Bay Area für Nutzer von Immobilien das teuerste Pflaster von allen Technologiestandorten weltweit. Attraktiv bleibt die Region dennoch, vor allem wegen der starken Konzentration an bedeutenden Technologiefirmen, die sich Gründern als Kooperationspartner anbieten und für einen stetigen Fluss an Nachwuchstalenten sorgen. "Die Erschwinglichkeit von Immobilien spielt eine große Rolle dabei, ob eine Tech City erfolgreich ist, aber andere Faktoren sind wichtiger", heißt es daher in der Studie.

An dritter Stelle des globalen Rankings folgt London. Europäische Städte punkten vor allem mit einer ansprechenden urbanen Infrastruktur. Dazu zählen gut ausgebaute Rad- und Fußwege, weniger Staus und Luftverschmutzung als in Asien und ein zumeist ansprechender öffentlicher Nahverkehr. Bei den Metrosystemen belegen allerdings bereits fünf asiatische Metropolen die ersten Plätze, nämlich Schanghai, Seoul, Tokio, Peking und Shenzhen. Die Chinesen sind außerdem ganz vorne mit dabei, wenn es um Car- und Bikesharing geht.

Als einzige deutsche Stadt schaffte es Berlin in die Riege der besten internationalen Technologiestandorte, und zwar auf Platz 16. Die Stärken der Hauptstadt sind ihre Beliebtheit bei jungen Menschen und die im globalen Vergleich günstigen Mieten. Der Markt für flexible Büroflächen boomt (siehe "Coworking zeigt kein ‚abflauendes Momentum‘", IZ 8/19). Beim Zugang zu Wagniskapital besteht jedoch Nachholbedarf.

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