Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 28.02.2019

Aus IZ09/2019, S. 9

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Union Investment
  • Organisationen:
    IREBS Immobilienakademie
  • Personen:
    Steffen Sebastian, Wolfgang Kesseler
  • Finanzprodukte:
    Grundbesitz Europa, HausInvest, Aachener Grund-Fonds Nr. 1
  • Immobilienart:
    Wohnen, Gewerbe allgemein

Erbbaurecht als Anlageziel

Das komplexe Produkt Erbbaurecht verspricht langfristige Rendite. Das Marktpotenzial in Deutschland ist noch nicht ausgeschöpft.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die der Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung der Irebs in Regensburg für Union Investment (UI) erstellt hat. Die Analyse klopft in Zeiten von Produktknappheit einen bislang von Kirchen, Kommunen und Stiftungen dominierten Markt auf Attraktivität für Institutionelle ab. Fazit: Die Besonderheiten des Erbbaurechts bei Kauf und Verkauf, Finanzierung, Verwaltung sowie mangelnde Erfahrung mit dem Produkt erweisen sich als Hemmschuh.

Erschwerend kommt Intransparenz hinzu: Mangels Statistik fehlt es an Zahlen zu Marktvolumen und professionellen Investitionen. Immerhin identifizierte Studienleiter Steffen Sebastian zehn Publikumsfonds, die sich Rechte an Erbbaugrundstücken ins Portfolio legten. Der Anteil am Immobilienvermögen lag zwischen 0,03% (Hausinvest) und 27,15% (Grundbesitz europa RC), der Anteil an der Grundstücksfläche zwischen 0,78% (Aachener Grund-Fonds Nr. 1) und 31,87% (Hausinvest).

Im Schnitt beträgt der für die Nettorendite maßgebliche Erbbauzins etwa 3%. Für Gewerbe können in der Spitze 7% erreicht werden, bei Wohnen um die 4%. Der Cashflow fließt lange und zuverlässig, weil Erbbaurechte mit teilweise bis zu 100 Jahren Laufzeit vergeben werden. Deshalb "stellt das mit Erbbaurechten belastete Grundstück eine per se interessante Anlageform für institutionelle Anleger dar", folgert Wolfgang Kesseler von Union Investment Institutional Property. Er erkennt sogar Optionen auf Überrenditen. Sebastian hält Investments insbesondere interessant für "Institutionen mit geringen Anforderungen an die Liquidität der Assets, beispielsweise aufgrund sehr langer Planungshorizonte".

Historisch bedingt existiert in Großbritannien anders als hierzulande ein etablierter Erbbaurechte-Markt. Geschätzt 18% der Immobilien unterliegen dem Erbbaurecht, heißt es in der Irebs-Studie. In London betrug der Anteil des Leasehold-Eigentums an Neubauten sogar 90%. Britische Spezialfonds seien mit Milliardenbeträgen in Wohnen und Gewerbe investiert. Folglich erscheint der britische Markt schon "aufgrund der höheren Liquidität" und Volumina für deutsche Immobilienfonds besser geeignet als der weithin unbekannte Heimatmarkt.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!