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Projekte | 21.02.2019

Aus IZ08/2019, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Der W&W-Campus wächst zur kleinen Stadt

Quelle: O&O Baukunst, Urheber: finest images/Stephen Weber
Blick von der Promenade auf den künftigen Campus und die Passage.

Quelle: O&O Baukunst, Urheber: finest images/Stephen Weber

Kornwestheim. Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) investiert zügig in ihren Campus und möchte bis 2023 weitere fünf Bürogebäude errichten, verbunden durch eine Passage.

Flexible Büros, Räume für Informationsaustausch, Terrassen und ausgiebige Grünflächen sowie ein Bistrobereich werden zusammen den W&W-Campus am Ortsrand von Kornwestheim an der Grenze zu Ludwigsburg formen, wenn er 2023 fertiggestellt ist. Der erste Bauabschnitt mit zwei Gebäuden ist bereits vor rund einem Jahr bezogen worden.

Nun geht W&W den letzten Schritt und hat den Auftrag für die schlüsselfertige Erstellung des zweiten Bauabschnitts an die Arbeitsgemeinschaft Max Bögl und BAM Deutschland vergeben. Die alten Bestandsgebäude auf dem Tambour-Gelände wurden bereits abgerissen, die Hochbauarbeiten sollen dieses Frühjahr beginnen. Entstehen wird eine Bruttogrundfläche von rund 86.000 m2, was einer Fläche von elf Fußballfeldern entspricht.

Der Begriff Konzernzentrale greift zu kurz, wenn es um die Beschreibung dessen geht, was gebaut werden soll. Nach den Plänen der Architekten Ortner & Ortner Baukunst aus Berlin, die 2014 den Realisierungswettbewerb gewannen, entstehen fünf weitere Gebäude mit vier bis fünf Büroetagen über einem sogenannten Campusgeschoss, das die einzelnen Häuser an die Passage anbindet. Das Campus-Geschoss ist für Sondernutzungen wie Tagungszentrum oder Betriebssport vorgesehen. Die Gebäude werden durch eine durchlaufende Passage, die unter- und oberirdisch begehbar ist, miteinander verbunden. Diese Passage dient der Wegeführung, sie bietet durch Aufenthaltsbereiche aber auch Raum für Kommunikation und ein Café. Der Campus soll einen Mix aus Arbeit, Café, Sport, Tagung und Schulung bieten. In den Gebäuden des zweiten Bauabschnitts werden 2.800 Arbeitsplätze entstehen, zusammen mit den 1.200 aus dem ersten Bauabschnitt also insgesamt 4.000.

Transparenz ist angesagt. Offene Bürostrukturen, multifunktionale Team-Büros, Desksharing und mobiles Arbeiten sollen "eine Atmosphäre für effizienten Informationsaustausch und attraktives Arbeiten schaffen", heißt es in der Projektbeschreibung. Für die optische Verbindung der Gebäude sorgen ein Standardgrundriss und eine Fassade aus Klinkerfertigteilen, die von Max Bögl in seinem Werk am oberpfälzischen Stammsitz Sengenthal produziert und just-in-time zur Baustelle geliefert werden. Das Thema Nachhaltigkeit steht insbesondere bei der Energienutzung im Vordergrund. Zum Einsatz kommen eine CO2-neutrale Wärmeerzeugung mit Holzhackschnitzeln sowie Wärmetauscher der Klimaanlagen zur Wärmerückgewinnung. Auch die Wärme durch den Betrieb des Rechenzentrums wird genutzt.

Laut aktuellen Angaben des Finanzkonzerns belaufen sich die gesamten Investitionen auf 500 Mio. Euro, wegen der gestiegenen Baukosten 90 Mio. Euro mehr als 2016 kalkuliert. Mit dem Campus schafft sich die W&W-Gruppe erstmals einen zentralen Standort für die verwaltenden wie operativ tätigen Einheiten. Viele Satellitenstandorte konnten bzw. können künftig aufgegeben werden. Doch auf dem neuen Campus kommen nicht alle Mitarbeiter des Konzerns unter. Das markante, braune Wüstenrot-Hochhaus in Ludwigsburg mit seinen 17 Stockwerken bleibt laut W&W-Unternehmenssprecher Immo Dehnert erhalten. "Hier werden weiter rund 1.000 Beschäftigte tätig sein." Für andere Gebäude laufen Überlegungen zu künftigen Nutzungen. "Bezüglich der Neugestaltung des nördlicheren Areals mit den Bestandsgebäuden befinden wir uns in konstruktiven Gesprächen mit der Stadt Ludwigsburg, hier ist eine Neubebauung mit einem Mix aus Arbeiten und Wohnen angedacht", so der Unternehmenssprecher.

Für den Standort am Feuersee im Stuttgarter Westen gibt es erste Studien. Dort könnten die Büroräume mit einer Geschossfläche von 32.000 m2 zumindest teilweise einer wohnwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden, aber erst nach 2023.

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