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Projekte | 21.02.2019

Aus IZ08/2019, S. 21

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Ludwigshafen bereitet Großprojekten den Weg

Quelle: Timon Gruppe, Urheber: RKW Architektur +
Timon Bauregie hat das Konzept für das Metropol aus wirtschaftlichen Erwägungen angepasst.

Quelle: Timon Gruppe, Urheber: RKW Architektur +

Ludwigshafen. Mehrere Immobilienprojekte beschäftigten in der vergangenen Woche den Rat der Stadt Ludwigshafen. Dazu zählen das umkonzipierte Metropol am Berliner Platz und das künftige Verwaltungsgebäude der Pfalzwerke am Friedrich-Wilhelm-Wagner-Platz.

Der Stadtrat fasste zunächst mit 43 Ja-Stimmen zu neun Nein-Stimmen und vier Enthaltungen den Offenlagebeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan des Hochhausprojekts Metropol am Berliner Platz. Dessen Entwickler Timon Bauregie hatte das Konzept überarbeitet. Er will den bisher geplanten dreigeschossigen Sockel weglassen, der den 19-Geschosser und den Siebengeschosser verbinden sollte. Stattdessen trennt die beiden Gebäude künftig ein Hof mit Außengastronomie. Das soll mehr Durchlässigkeit erzeugen. Außerdem ist kein Einzelhandel mehr im Untergeschoss des Hochhauses vorgesehen. Dort wird stattdessen die technische Gebäudeinfrastruktur untergebracht. Der Turm mit rund 20.400 m² Mietfläche rückt etwas von der Straße ab.

Stephan Mertens begründet die Umplanung mit einem besseren Aufwand-Ertrag-Verhältnis. Der Architekt unterstützt den geschäftsführenden Gesellschafter Günther Tetzner bei Timon Bauregie neuerdings in der Geschäftsführung. Die ursprüngliche Idee einer Tiefgarage findet Mertens "nicht mehr zeitgemäß". Das Unternehmen errichtet deshalb auf einem Teilgrundstück, auf dem sich derzeit noch ein Platanenhain befindet, ein begrüntes Parkhaus. Dieses soll Zusatzangebote wie E-Ladestationen, Carsharing und Lastenfahrräder in sich vereinen. Die Platanen werden für das Vorhaben an einen anderen Standort in der Nachbarschaft verpflanzt.

Die Bruttogrundfläche des Metropols hat Timon im Zuge der Umplanung von 41.000 m² auf 33.000 m² reduziert. Das Ensemble vereint die Nutzungen Büro, Hotel, Gastronomie und Einzelhandel in sich. Der Vermietungsstand liegt bei 36%. Zu den Mietern zählen L‘Osteria, Back-Factory und die Centro-Hotelgruppe mit der Marke NinetyNine.

Timon erhielt Ende vergangenen Jahres wegen der langjährigen Verzögerung seines Projekts von der Stadt mehrere Auflagen. Eine davon ist, das Vorhaben auf dem noch immer brachliegenden Grundstück bis 2022 fertigzustellen. Diesen Termin bestätigte Mertens gegenüber der Immobilien Zeitung. Die Baugenehmigung erwartet er für Anfang kommenden Jahres.

Neben dem Metropol hatte der Stadtrat u.a. auch den Neubau der Pfalzwerke auf der Tagesordnung. Er beschloss einstimmig, ein Verfahren für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für diese Immobilie einzuleiten. Pro Concept aus Mannheim errichtet das Gebäude mit rund 18.500 m² Bruttogrundfläche für etwa 60 Mio. Euro auf dem ehemaligen Areal von C&A in der Innenstadt. Der halböffentliche Energieversorger Pfalzwerke ist der langfristige Alleinmieter des Bürohauses.

In Kürze beginnen im Innern des Bestandsgebäudes die genehmigungsfreien Abrissarbeiten. Mitte 2021 will Pro Concept das Projekt abschließen. Dann ziehen die Pfalzwerke mit etwa 600 Mitarbeitern ein. Ob der Projektentwickler die Immobilie im Bestand hält oder weiterverkauft, hat er noch nicht festgelegt.

Das Unternehmen hat in Ludwigshafen bereits Erfahrungen mit der Revitalisierung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes an der Bismarckstraße zur 14.000 m² großen TWL-Zentrale gesammelt. Zudem entwickelt es am bisherigen Standort der Pfalzwerke an der Kurfürstenstraße auf 1,3 ha ein Wohnquartier mit ca. 250 Eigentumswohnungen. Für dieses Projekt erging in der Sitzung des Stadtrats ebenfalls ein Einleitungsbeschluss - einstimmig mit einer Enthaltung.

Einstimmig entschied sich das Gremium auch für die Verfahrenseinleitung beim Ludwigs-Quartier mit rund 550 Wohneinheiten, das Aberdeen Standard Investments und GeRo Real Estate auf dem Gelände des früheren Halberg-Werks errichten (siehe "Das Halberg-Werk wird für 270 Mio. Euro zum Wohnquartier", IZ 7/19).

Legende:

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