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Politik | 14.02.2019

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Aus IZ07/2019, S. 6

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Expertenstreit um den "richtigen" Mietspiegel

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs
Wie könnte ein reformierter Mietspiegel aussehen? Deutschlands Experten, hier F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner (rechts) und Regionalleiter Manfred Neuhöfer, suchen die beste Lösung.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs

In der kommenden Woche treffen sich die bundesweiten Experten für den Mietspiegel bei Justizministerin Katarina Barley (SPD). Am Ende aller Beratungen soll eine Reform des für Investoren so [...]

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ZWEI MODELLE FÜR DEN MIETSPIEGEL

Ein Mietspiegel legt die ortsübliche Vergleichsmiete in einer Kommune fest (§ 558 BGB). Um einen qualifizierten Mietspiegel handelt es sich, wenn er nach wissenschaftlichen Grundsätzen erhoben wird, mit Zustimmung von Vermieter, Mieter und der Kommune (§ 558d BGB). Er darf nach zwei Jahren an den Lebenshaltungskostenindex angepasst werden, bevor er nach vier Jahren neu erstellt werden muss. Für die Erhebung werden Wohnungen berücksichtigt, bei denen die Miete in den vergangenen vier Jahren geändert wurde (kein preisgebundener Wohnraum). Im Streifall können beide Parteien den Spiegel vor Gericht heranziehen. Beweiskräftig sind auch drei Vergleichswohnungen oder ein Gutachten.

Es gibt zwei Modelle des qualifizierten Mietspiegels: Der Regressionsmietspiegel liefert auf Basis der erhobenen Daten ein Modell für den Zusammenhang von Nettomiete und Wohnwertmerkmalen. Es entsteht eine Basistabelle mit Preisen nach Baualter und Größe. Dazu ein Zu- oder Abschlagssystem, das meist konkrete Eurobeträge hat. Beispiele sind Frankfurt und München. Der Tabellenmietspiegel beschreibt die Mietpreisbildung mit Hilfe von typischen Spannen, die durch Kombinationen von Baujahr, Größe sowie Ausstattung gebildet werden. Beispiele sind Berlin und Hamburg. Der einfache Mietspiegel (§ 558c BGB) ist eine Einigung über ein Preisniveau ohne Datenerhebung. ox