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Projekte | 07.02.2019

Aus IZ06/2019, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Schulgebäude aus Holzmodulen

Urheber: Thomas Mayer
Vorbild für Heidelberg ist die Gesamtschule Kalbach-Riedberg in Frankfurt mit einem Neubau in Holzmodulbauweise.

Urheber: Thomas Mayer

Heidelberg. Geld und Zeit will die Stadt bei der Errichtung und Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten durch flexible Raummodule in Holzmassivbauweise sparen. Der neue Hochbauamtsleiter greift dabei auf Erfahrungen aus Frankfurt zurück.

Der Holzmassivbau feiert nicht zuletzt aufgrund seiner ökologischen Nachhaltigkeitsfaktoren ein Comeback. Zusätzlich mehr Effizienz in Bezug auf Energie- und Kosteneinsatz bringt der Einsatz von Holzmodulen (Lesen Sie dazu "Aus Holz gebaut", IZ 05/2019). Gerade für die Errichtung temporärer Schulgebäude möchte die Stadt Heidelberg verstärkt auf den Holzmodulbau setzen.

Harald Heußer (60), seit diesem Januar Leiter des Hochbauamts der Stadt, möchte diese Methode in Heidelberg etablieren. Stahlcontainer als Provisorium, wenn beispielsweise Schulen oder Kindertagesstätten saniert werden oder einen kurzfristig erweiterten Raumbedarf haben, sind ihm ein Graus. Schlüsselfertig hergestellte und vor Ort errichtete temporäre Schulgebäude aus Holzbauteilen hingegen würden eine angenehme Lernumgebung schaffen, überzeugten zudem durch eine kurze Bauzeit, eine hohe Energieeffizienz und langfristig auch durch eine Kostenersparnis.

Im Fokus steht die große Flexibilität, die Holzmodule ermöglichen, und die auch Oberbürgermeister Eckart Würzner überzeugt. Seit 2007 habe die Stadt in die Modernisierung ihrer Schulen mehr als 200 Mio. Euro investiert, der aktuelle Doppelhaushalt weise weitere 27,7 Mio. Euro aus. Auf lange Sicht seien temporäre Gebäude aus Holz wirtschaftlicher als das Mieten von Stahlcontainern, "denn sie können rückgebaut und wiederverwendet werden. Außerdem haben sie eine sehr gute Energiebilanz." Auch Baubürgermeister Jürgen Odszuck steht hinter der Bauweise mit Holzmodulen. Deren Einführung wäre ein "innovativer und prägnanter Startpunkt, der auch unmittelbar im Stadtbild wahrgenommen werden könnte". Der Zeitpunkt dafür scheint richtig. Denn "mit der Neuausrichtung des Gebäudemanagements zum Hochbauamt zielen wir darauf ab, Projekte wieder vermehrt selbst zu planen und auszuführen".

Um die geplante Bauweise zu veranschaulichen, hat Heußer gemeinsam mit dem Büro sps-Architekten aus Salzburg den "Schulbaukoffer" entwickelt. Der ist etwa so groß wie ein Erste-Hilfe-Koffer und enthält zentimetergroße Bausteine, die beispielsweise Unterrichtsräume und Erschließungsräume wie Flure und Treppen darstellen. Sie können je nach individuellem Bedarf einer Einrichtung beliebig zusammengesetzt werden. So entsteht in wenigen Minuten ein erster Vorentwurf für ein Gebäude.

"Bei der Realisierung von Bauvorhaben lege ich einen großen Fokus auf die Effizienz. Es gilt, bestimmte Mechanismen zu be-beachten, mit denen sich Zeit- und Kostenpläne zuverlässig im Blick halten lassen", sagt Heußer. Der Architekt und Diplom-Ingenieur war zuletzt 28 Jahre lang als Baudirektor im Hochbauamt der Stadt Frankfurt tätig und hat dort den "Schulbaukoffer" mitentwickelt. Als Amtsleiter im Heidelberger Hochbauamt ist er für etwa 250 städtische Immobilien und neue Projekte verantwortlich.

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