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Projekte | 07.02.2019

Aus IZ06/2019, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Karlsruhe
  • Projekte:
    Forschungsfabrik Karlsruhe
  • Unternehmen:
    Architekturbüro Heinle Wischer und Partner
  • Organisationen:
    Fraunhofer-Institut, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Bundesministerium für Bildung und Forschung, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Ministerium für Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
  • Personen:
    Holger Hanselka, Raoul Klingner, Jürgen Fleischer
  • Immobilienart:
    Spezialimmobilien, Gewerbe allgemein

Eine Forschungsfabrik für künstliche Intelligenz

Quelle: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR
In diesem Sommer soll der Grundstein für die Forschungsfabrik gelegt werden. Sie ist ein Referenzprojekt für die KI-Strategie des Bundes.

Quelle: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR

Karlsruhe. Die Potenziale von künstlicher Intelligenz (KI) heben und in die praktische Anwendung bringen will ein Entwicklungs- und Demonstrationszentrum für die Fabrik der Zukunft. Der erste Spatenstich wurde vollzogen.

Selten sind so viele Hochschulprofessoren mit dem Spaten in der Hand zu sehen wie es beim offiziellen Spatenstich für die Karlsruher Forschungsfabrik, ein Gemeinschaftsprojekt der Kooperationspartner Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Fraunhofer-Gesellschaft, der Fall war.

Der L-förmige Gebäudekomplex entsteht für 15 Mio. Euro auf dem Campus Ost des KIT in der Rintheimer Querallee, in unmittelbarer Nähe zum Technologiepark. Die Forschungsfabrik mit 4.500 m2 Nutzfläche gliedert sich in zwei Gebäudeteile, eines für das KIT, eines für Fraunhofer. Beide Gebäudeteile werden durch einen Foyerriegel miteinander verbunden, sind aber eindeutig dem jeweiligen Bauherrn zuzuordnen. Entstehen werden Fertigungshallen, Labore und Büros.

Den von der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung ausgeschriebenen Wettbewerb gewann 2016 das Stuttgarter Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner, das auch weitere mögliche Verbindungsbauten als künftige Ausbaustufen einplante. Zukunftsweisendes soll hier nach der Fertigstellung Ende 2020 entstehen.

Neue Produktionstechnologien sollen mittels moderner Digitalisierungsmethoden "deutlich schneller als bisher geplant, getestet und in die Industrie überführt werden", heißt es seitens der Kooperationspartner. Als "Musterfall einer disziplinübergreifenden Kooperation starker Partner zum Nutzen der vital wichtigen Innovationsfähigkeit unseres Landes" bezeichnet KIT-Präsident Holger Hanselka die Forschungsfabrik. Und er betont: "Durch die zielgerichtete und frühzeitige Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen in die Forschungsfabrik stärken wir zudem die Anziehungskraft von Stadt und Region." Raoul Klingner, Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft, hebt die anwendungsorientierte Forschung der Kooperationspartner im Bereich der Werkstoff-, Fertigungs- und Verfahrenstechnik wie auch in der Automatisierungs-, Sensor- und Informationstechnik hervor. Das grundsätzliche Ziel der Forschungsfabrik sei es, Vorsprünge bei neuen, herausfordernden Fertigungsverfahren systematisch zu erarbeiten und auszubauen.

Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz soll nicht nur auf einzelne Fertigungsschritte oder unmittelbar aufeinanderfolgende Prozesse angewendet werden, sondern ganze Prozessketten erfassen und verbessern. Rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird das Gebäude Platz bieten, dazu auch Raum für 50 Arbeitsplätze für Kooperationspartner aus der Industrie.

Als Alleinstellungsmerkmal der Forschungsfabrik bezeichnet Jürgen Fleischer, Leiter des wbk Instituts für Produktionstechnik des KIT, "die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Produktionsforschung, Automatisierungstechnik und Informatik unter einem Dach". Sie soll einen wichtigen Beitrag zur letzten November von der Bundesregierung beschlossenen "Strategie für Künstliche Intelligenz" leisten, in die der Bund bis 2025 etwa 3 Mrd. Euro investieren will. Die Karlsruher Forschungsfabrik wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sowie durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Laut einer nicht repräsentativen Online-Erhebung des Digitalen Innovationszentrums in Karlsruhe sehen 91% der baden-württembergischen Unternehmensvertreter in der KI Potenziale für ihren Betrieb. Derzeit wird in Zusammenhang mit KI wenig an die Immobilienwirtschaft gedacht, doch vernetzte Roboter und Drohnen revolutionieren bereits den Leichtbau, digitale Assistenzsysteme wie Ambient Assisted Living greifen KI-Technologien auf. Mittlerweile ist ein regelrechter Wettbewerb unter den Bundesländern um die Vorreiterrolle bei diesem Thema entstanden. Auch Rheinland-Pfalz sieht sich durch den Forschungsstandort Kaiserslautern als Musterland.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

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