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Märkte | 07.02.2019

Aus IZ06/2019, S. 20

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

"Wer kann das noch bezahlen?"

Quelle: Hermann Immobilien GmbH
Frank Alexander von Hermann Immobilien sorgt sich, dass die Chance auf einen Immobilienkauf in Frankfurt zum"Geburtsrecht" wird.

Quelle: Hermann Immobilien GmbH

Frankfurt. Die Preise für Eigentumswohnungen sind in der Stadt im vergangenen Jahr um gut 17% gestiegen, berichtet Frank Alexander, Geschäftsführer von Hermann Immobilien. Er fragt: "Wer kann das noch bezahlen?"

Für das Jahr 2018 hat Hermann Immobilien in Frankfurt einen Preis von 6.561 Euro/m² errechnet, der im Mittel für Neubaueigentumswohnungen verlangt wird. Das sind etwa 17% mehr als im Vorjahr und 43% mehr als im Jahr 2015. Zuvor hatte das in Bruchköbel ansässige Unternehmen rund 5.800 Immobilienangebote ausgewertet. Die Preisspitzen von Hochhaus-Luxuswohnungen wurden ebenso wie die von Mikroapartments nicht berücksichtigt.

"Damit sich eine Familie mit zwei Kindern eine Vierzimmerwohnung für 650.000 Euro leisten kann, benötigt sie ein Eigenkapital von etwa einer Viertelmillion Euro", rechnet Alexander vor. Dies sei praktisch nur mit einer großen Erbschaft im Rücken möglich. Der Makler befürchtet deshalb, dass die Frage, ob sich jemand in Frankfurt eine Neubauwohnung leisten kann, immer mehr zum Geburtsrecht wird. Für die monatliche Kreditrate und die Nebenkosten seien zudem rund 2.000 Euro einzuplanen. "Dafür brauchen Sie ein Haushaltsnettoeinkommen von 5.500 bis 6.000 Euro." Viele Familien seien deshalb chancenlos, eine Neubauwohnung zu erwerben. Ursachen sieht Alexander in hohen Grundstücks- und Baukosten sowie in fehlenden Fördermitteln.

Wer ohne großes Vermögen und hohes Einkommen in Frankfurt noch etwas erwerben will, könne sein Glück in den westlichen Stadtteilen wie Nied, Griesheim oder Sossenheim versuchen. Dort lägen die Preise etwa bei 4.500 Euro/m². "Es gibt da aber nicht viel Angebot", schränkt Alexander ein. Oft hilft nur das Ausweichen in Nachbarstädte.

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