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Projekte | 07.02.2019

Aus IZ06/2019, S. 18

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Mediterraneo wird zum Factory-Outlet

Urheberin: Theda Eggers
Das Mediterraneo mit der Glaskuppel. Rechts das Klimahaus, im Hintergrund das Hotel Atlantic Sail City.

Urheberin: Theda Eggers

Bremerhaven. Die vor elf Jahren eröffnete Shoppingmall Mediterraneo soll noch 2019 einen Relaunch als Factory-Outlet erleben. Der Standort in den touristisch geprägten Havenwelten soll Marken nach Bremerhaven holen, die die Hafenstadt sonst meiden, hofft Eigentümer AVW.

Im Oktober 2008 wurde das 45-Mio.-Euro-Projekt von AVW Immobilien mit 45 Läden auf 8.600 m2 im Stil eines mediterranen Städtchens mit Plaza unter großer Glaskuppel eröffnet. Aber das Konzept hat in den Havenwelten nie richtig gut funktioniert. "Der Flächenzuschnitt ist für ein Center untypisch", sagt Joachim Will, Geschäftsführer von ecostra, einem Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Standortentwicklung im Einzelhandel. "Alles klein, klein. Es fehlen große Flächen. So würde man ein Outlet machen."

Darauf ist man vor einiger Zeit auch bei AVW Immobilien gekommen. Das Mediterraneo ist die letzte Einzelhandelsimmobilie des Immobilienunternehmens. AVW hat sich in den letzten Jahren stärker auf Wohn-, Hotel- und Mixed-Use-Immobilien konzentriert. "Viele Marken haben Bremerhaven überhaupt nicht auf der Expansionsagenda", erklärt Michael Mertmann, Vorstand bei AVW. "Factory-Outlet hingegen war bei vielen Gesprächen immer wieder Thema."

Mertmann rechnet mit dem Interesse der Touristen an Shoppingoptionen. "Und da fällt die Resonanz für Bremerhaven schlecht aus." Das Outlet werde das Einkaufserlebnis stärken und Sortimentslücken füllen. Grundlage ist eine Cima-Studie von 2016, die Sortimente identifiziert, die in Bremerhaven fehlen. Danach gibt es Lücken etwa bei Sportartikeln und -bekleidung. "Jetzt gelingt es uns, Marken nach Bremerhaven zu holen, die sonst einen Bogen um den Standort machen", so Mertmann. Zwei Drittel der Outletflächen sind bereits reserviert. "Den Anteil der Gastronomie wollen wir von heute etwa 22% auf rund 15% reduzieren", erläutert der AVW-Vorstand. "Dabei wollen wir aber die Potenziale der Wasserseite stärker nutzen." In der zweiten Jahreshälfte soll das Outlet eröffnen. Das kann auch deshalb so rasch klappen, weil "das aktuelle Baurecht eine Nutzung als Outletcenter zulässt", bestätigt Stadtsprecher Volker Heigenmooser.

"9.000 m2 sind allerdings nicht sonderlich groß", gibt Will zu bedenken. "Man bräuchte noch ein paar Quadratmeter mehr." Das sieht Mertmann anders. "Wir wollen erst mal den Bestand zum Fliegen bekommen. Wir haben uns mit Oliver Maronna von 1A-Outlet zusammengetan. Die sind auf innerstädtische, kleine Outlets spezialisiert."

Ob AVW seine letzte Einzelhandelsimmobilie verkauft, soll später entschieden werden. "Auch ein gutes Outlet wird ein bis drei Jahre benötigen, bis es richtig eingespielt ist", sagt Mertmann. "Vorher ist die Entscheidung über einen Verkauf oder ein Halten meines Erachtens nicht sinnvoll zu beantworten."

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