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Projekte | 31.01.2019

Aus IZ05/2019, S. 24

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Lidl hat jetzt Büros und Wohnungen im Angebot

Quelle: Lidl
Im Münchner Westen plant der Discounter Lidl einen Neubau mit rund 30 Wohnungen über dem künftigen Supermarkt.

Quelle: Lidl

München. Wohnen auf dem Supermarkt ist in vielen Städten zum Thema geworden. Die Schwarz-Gruppe ist mit ihrer Marke Lidl einer der Vorreiter bei der Umsetzung. In München plant der Discounter gleich drei Projekte.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will die Supermarktketten schon seit langem davon überzeugen, den bisher ungenutzten Raum über ihren Märkten besser zu nutzen. Dazu lud er vor mehr als zwei Jahren die Vertreter von sechs Unternehmen zur Besichtigung des städtischen Wohnbauprojekts am Dantebad ein. Dort errichtete die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag über einem 4.200 m² großen Parkplatz ein vierstöckiges Gebäude mit 100 Wohnungen (siehe "Der Handel interessiert sich für Wohnungen über Parkplätzen" IZ 44/2016, Seite 23). Das Interesse war groß. Jetzt kommt der Discounter Lidl mit den ersten konkreten Projekten.

Das größte könnte an der Tübinger Straße 9 im Münchner Stadtteil Sendling-Westpark entstehen. Auf dem fast 5.500 m² großen Grundstück, das die Schwarz-Gruppe bereits Anfang der 2000er Jahre erworben hatte, steht schon ein knapp 1.000 m² großer Discountmarkt. Der Rest ist für die 71 Parkplätze betoniert.

Nun will Lidl das bestehende Gebäude abreißen und einen neuen Markt errichten; zusammen mit etwa 10.000 m² Wohnfläche. Der neue Supermarkt wird rund 1.700 m² Verkaufsfläche im ersten Obergeschoss haben. Im Erdgeschoss und im ersten Untergeschoss sind rund 175 Pkw-Stellplätze vorgesehen. Auch die Anlieferung wird komplett unter die Erde verlegt. Lastenaufzüge befördern die Waren dann in die Verkaufsräume. Darüber entstehen auf vier weiteren Etagen die Wohnungen mit Zugang zu dem begrünten Supermarktdach. Hochpreisiger Wohnraum ist in den meisten Fällen schon wegen der Lage vieler Märkte an stark befahrenen Straßen ausgeschlossen, weiß Marek Franz, Leiter des Lidl-Immobilienbüros München. Man denke eher an den geförderten Wohnungsbau. Für die Tübinger Straße ist Lidl mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewofag im Gespräch.

Quelle: Lidl
An der Domagkstraße im Münchner Norden entstehen Büros statt Wohnungen über dem Lidl-Markt.

Quelle: Lidl

Ein weiteres Projekt ist im Münchner Westen geplant. Ende vergangenen Jahres erwarb Lidl ein rund 1.970 m² großes Grundstück an der Verdistraße 86 von McDonald‘s Immobilien. Zusammen mit dem Nachbargrundstück, das ebenfalls Lidl gehört, soll auf insgesamt 2.600 m² ein Discountmarkt mit 800 m² Verkaufsfläche entstehen. Darüber sind auf zwei Etagen rund 30 Mietapartments mit ein und zwei Zimmern geplant. Die Parkplätze für die Kunden und Mieter sind in einer zweigeschossigen Tiefgarage vorgesehen. Partner für den Bau des Wohn- und Geschäftshauses ist der Münchner Wohnbauentwickler Redag.

Das dritte Projekt könnte im Norden Münchens umgesetzt werden. In der Domagkstraße 3 sollen auf einer bisher als Parkplatz genutzten Fläche eine Lidl-Filiale und weitere Einzelhandelsflächen mit insgesamt rund 2.100 m² Verkaufsfläche entstehen. Darüber ist auf vier weiteren Geschossen ein Bürogebäude mit etwa 12.000 m² Bürofläche vorgesehen. Das fertige Projekt soll dann an einen Investor verkauft werden. Lidl will die Filiale als Mieter übernehmen.

"Wir müssen uns mit dem Raum über den Märkten beschäftigen", stellt Franz im Gespräch mit der Immobilien Zeitung fest. Denn der Discounter hat in München ein Problem. Die Flächen, die das Unternehmen für die Expansion benötigt, sind immer schwerer zu bekommen. Und auch die Stadt will eigentlich keine flächenfressenden Solomärkte mehr genehmigen. Durch die neue Planung wird nun etwa in der Tübinger Straße die oberirdische Geschossfläche von jetzt rund 2.000 m² auf 15.000 m² erweitert.

Das Konzept will Lidl an anderen Stellen wiederholen. Etwa 50 Märkte betreibt das Unternehmen in München und der näheren Umgebung. Diese werde man sich jetzt anschauen, so Franz. Dabei sei klar, dass nicht jeder Markt für eine Überbauung infrage komme. Je nach Lage will Lidl bei den Flächen flexibel sein. Das neue Metropolkonzept sehe Märkte mit einer Verkaufsfläche von 500 m² bis 1.700 m² vor. Wenn die Anbindung oder die Quartierslage stimme, seien auch Parkplätze kein Muss, so Franz.

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