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Märkte | 31.01.2019

Aus IZ05/2019, S. 10

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Verwalter Vegis wächst schneller als selbst erwartet

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Vegis-Geschäftsführer Lutz Dammaschk hat im vergangenen Jahr den Bestand an verwalteten Wohnungen auf 22.000 Einheiten ausgebaut.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Der vor allem auf Mikrowohnen fokussierte Property-Manager Vegis hat seinen verwalteten Bestand 2018 auf 22.000 Wohneinheiten gesteigert. Diesen Wert hatte das Unternehmen ursprünglich noch nicht einmal für das Jahr 2020 erwartet.

Allein im letzten Quartal des vergangenen Jahres gewann der Neu-Isenburger Dienstleister 2.500 Wohneinheiten im Property-Management hinzu. Einen großen Teil des verwalteten Bestands von insgesamt 22.000 Wohneinheiten machen Studentenwohnungen aus.

Vegis-Geschäftsführer Lutz Dammaschk beobachtet in dieser Assetklasse eine enorme Preissteigerung bei den Mieten. Die von vielen Studenten aus seiner Sicht maximal leistbaren 500 Euro monatlich würden in zahlreichen Städten mittlerweile überschritten. Gleichzeitig seien auch die Kaufpreisfaktoren weiter gestiegen. Vor zwei Jahren berichtete Dammaschk noch von maximalen Faktoren in Höhe der 20fachen Jahresmiete. "Inzwischen sind wir beim 26- bis 27fachen angekommen." Teils hätten die Standorte aber beim Studentenwohnen auch schon ihren Zenit erreicht. Dies sei z.B. in Mainz der Fall, wo schon zu viele solcher Produkte auf dem Markt seien.

Im Kommen sieht Dammaschk den Düsseldorfer Markt. Noch Nachholbedarf hätten Dortmund und Essen. "Dort gibt es noch mehr Heimschläfer", weiß der Vegis-Geschäftsführer. Die Studenten seien hier sehr kostenbewusst eingestellt.

Beim Mikrowohnungsmarkt insgesamt stellt Dammaschk eine stärkere Nachfrage von Unternehmen fest, die die Kleinstwohnungen für ihre Mitarbeiter anmieten. Im Zuge des Brexits könne gerade im Rhein-Main-Gebiet eine starke Nachfrage nach Ein- bis Eineinhalbzimmerwohnungen entstehen. Aus Großbritannien seien diese Nutzer etwa viermal höhere Mieten gewohnt. Davon könnten hierzulande auch Standorte profitieren, die etwas außerhalb der Zentren liegen. "Von Weinheim sind Sie z.B. in 25 Minuten in Frankfurt", sagt Dammaschk.

Viel abgewinnen kann der Vegis-Chef dem seriellen und modularen Bauen: Die Baukosten seien gegenüber dem klassischen Wohnungsbau zwar etwa gleich, doch dem stehe ein großer Zeitvorteil gegenüber. "Dadurch kommen die Wohnungen schneller in die Vermietung." Qualitätseinbußen müssten die Bauherren dabei nicht hinnehmen. Frühere Problemthemen wie der Brand- und Schallschutz oder Höhenbegrenzungen seien inzwischen durch den technischen Fortschritt gelöst. Eigene Erfahrungen mit dem Thema sammelt Vegis u.a. mit der Verwaltung des in Holzbauweise entstandenen Hamburger Studentenwohnheims Woodie.

Noch nicht gelöst ist Dammaschk zufolge das rechtliche Wirrwarr, das hierzulande durch 16 verschiedene Landesbauordnungen besteht. "Es ist unser großes Bestreben, diese Hürden abzubauen", betont Dammaschk, der in seiner Funktion als Vorstand des Bundesverbands für studentisches Wohnen eine bundesweite Bauordnung fordert.

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