Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Digitales | 31.01.2019

Aus IZ05/2019, S. 9

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Deka steigt bei Architrave ein

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
Deka parkt Dokumente künftig digital.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Architrave hat mit der DekaBank einen zweiten großen Asset-Manager als Investor an Bord geholt. Im operativen Geschäft pocht das Datenmanagementunternehmen allerdings auf Unabhängigkeit. Beim Thema Datenstandards wollen Architrave, Deka und weitere Partner dennoch eng zusammenarbeiten.

Die DekaBank hat sich mit einem Anteil von 12% am Berliner Proptech Architrave beteiligt, das das intelligente Datenmanagement in der Immobilienwirtschaft vorantreibt. Der Beteiligungsumfang entspricht dabei dem von Union Investment, das bereits seit Oktober 2017 Architrave-Investor ist. "Die Minderheitsbeteiligung ist eine ganz bewusste Entscheidung unsererseits, um in der operativen Praxis volle Unabhängigkeit zu wahren", kommentierte Architrave-CEO Maurice Grassau. "Davon werden wir unter keinen Umständen abrücken und dies möchten wir auch dem Markt deutlich kommunizieren." Aus Sicht der Gesellschafter, so Grassau weiter, sei das gleichzeitig ein Vertrauensbeweis: "Man lässt uns machen, ohne Kontrolle ausüben zu wollen."

Zusammen mit der DekaBank soll die Architrave-Datenroboterlösung Delphi weiterentwickelt werden, die Mitte Januar offiziell vorgestellt wurde. Mittels künstlicher Intelligenz (KI) kann Delphi Dokumente klassifizieren, benennen, relevante Daten extrahieren und sie in beliebige Ablagesysteme einsortieren. Je mehr Dokumente verarbeitet werden, desto genauer wird das selbstlernende Programm. Zwar schließt jeder Anwender eine individuelle Nutzungsvereinbarung für die Software ab, bei jedem Update profitiert er gleichwohl von dem bis dahin gesammelten allgemeinen Bestand an Trainingsdaten.

Künstliche Intelligenz wird mittlerweile von mehreren Datenmanagementanbietern mit Immobilienbezug verwendet. Grassau sieht im Thema der robotergesteuerten Prozessautomatisierung (RPA) eine entscheidende Wachstumstechnologie, um bisher personalintensive Tätigkeiten in der Immobilienbranche effizienter zu machen. Im Gegensatz zu programmierten Schnittstellen, ahmen KI-unterstützte Softwareroboter die Eingaben eines Menschen nach. Die jeweiligen Zielsysteme der Dateneingabe müssen daher nicht neu programmiert werden und der Anwender benötigt zur Nutzung eines solchen Softwareroboters keinerlei vertiefte technische Kenntnis.

Ausbauen wollen Architrave, DekaBank sowie sieben weitere Asset-Management-Unternehmen zudem die Brancheninitiative Real Estate Data Summit (Reds), die vergangenen Juli startete. "Neben den großen Dingen wie Rahmenbedingungen für vollständig webbasierte Immobilientransaktionen geht es dabei auch um praktische Prozesse, bei denen wir als Industrie gemeinsam digitaler werden müssen", sagt Grassau. So soll auf dem nächsten Reds-Treffen im April ein branchenweit einheitliches Objektexposé samt Versandbestimmungen diskutiert werden. Die Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung ist eingebunden.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!