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Märkte | 31.01.2019

Aus IZ05/2019, S. 5

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    empirica, LBS Research
  • Organisationen:
    Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
  • Immobilienart:
    Wohnen

Freibetrag nutzt 18.000 Haushalten

Quelle: <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>, Urheber: lichtkunst.73
Ein Freibetrag auf die Grunderwerbsteuer soll den Eigenheimbau ankurbeln.

Quelle: pixelio.de, Urheber: lichtkunst.73

LBS Research und das Berliner Institut empirica haben untersucht, welche Auswirkungen ein Freibetrag von 100.000 Euro auf die Grunderwerbsteuer für potenzielle Käufer haben könnte. Dieser würde 18.000 Haushalten helfen.

Über einen solchen Freibetrag wird derzeit viel in Regierung und Opposition diskutiert. LBS und empirica versuchen, den möglichen Nutzen für den Wohneigentumserwerb greifbarer zu machen. Das Ergebnis: Durch den Freibetrag würde sich die Anzahl der Ersterwerberhaushalte, für die ein Immobilienkauf möglich wäre, um 18.000 (+6%) auf 309.000 erhöhen. Für die Modellrechnung haben die Experten zunächst das insgesamt vorhandene "Ersterwerberpotenzial" in Deutschland ermittelt. Dazu zählen sie Haushalte mit Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren, die sowohl über ausreichend Eigenkapital (mindestens 25% des Kaufpreises plus Nebenkosten) als auch über ein ausreichendes Einkommen (Belastung von maximal 35% durch Zins und Tilgung) verfügen. Danach kommen sie auf aktuell 291.000 Haushalte, mithilfe des Freibetrags könnten es rund 18.000 mehr sein. Dabei sei allerdings auf die regionalen Unterschiede zu achten, besagt die Untersuchung. Der Grunderwerbsteuersatz differiert von Bundesland zu Bundesland (3,5% bis 6,5%). Die Steuersätze sind in den vergangenen fünf Jahren zum Teil stark angehoben worden. Festzustellen ist laut LBS und empirica, dass der Freibetrag ähnlich wie das Baukindergeld "überproportional in Regionen mit niedrigen Immobilienpreisen wirken" würde, während er in Hochpreisregionen deutlich weniger ins Gewicht fiele - obgleich das Gegenteil gewünscht wird.

Angst vor der Einführung eines solchen Freibetrags haben vor allem die Länder. Sie streichen den Löwenanteil aus dieser Steuer ein. Nach einer Modellrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, durchgerechnet am Beispiel Nordrhein-Westfalen, würden mit einem Freibetrag von 100.000 Euro 51% der Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer verloren gehen.

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