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Projekte | 24.01.2019

Aus IZ04/2019, S. 20

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Kein Hochhaus für die Bundesbank

Frankfurt. Die Grobplanung für den Ausbau der Bundesbank-Zentrale steht. Dennoch ist nicht abzusehen, bis wann und zu welchem Preis das Großprojekt abgeschlossen sein wird.

Ein echtes Hochhaus wird es bei der Erweiterung der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt nicht geben. Vielmehr sind drei 17-geschossige Baukörper mit zusammen rund 130.000 m2 BGF (ober- und unterirdisch) vorgesehen, die in etwa die 60 m Höhe des bestehenden Hauptgebäudes erreichen werden. Das geht aus einem Entwurf von Ferdinand Heide Architekten hervor. Bereits im Dezember 2018 war bekannt geworden, dass das Frankfurter Büro einen Gestaltungswettbewerb für das Areal gewonnen hatte. Jetzt präsentierte die Bundesbank den Entwurf. Bis Ende 2019 sollen nun Architektenwettbewerbe ausgeschrieben werden, die voraussichtlich getrennt die Gestaltung der einzelnen Gebäude betreffen.

Parallel läuft noch bis Februar das Ausschreibungsverfahren für die ebenfalls geplante Sanierung des Haupthauses und einiger Nebengebäude mit zusammen rund 65.000 m2 BGF. Spätestens im Jahr 2020 soll die Sanierung anlaufen. Die Mitarbeiter der Bundesbank werden für die Dauer der Arbeiten in dem übergangsweise gemieteten Frankfurter Büro Center in der Innenstadt unterkommen.

Weitere Rahmendaten des Projekts gibt es noch nicht. Johannes Beermann, im Bundesbank-Vorstand für das Vorhaben verantwortlich, betonte jetzt, dass die einmal genannte Jahreszahl 2027 für den Abschluss des Gesamtvorhabens keineswegs unumstößlich feststehe. "Kostenanalysen haben wir überhaupt noch nicht erstellt", ergänzte er.

Durch den nun vorliegenden Entwurf für die drei nicht ganz so hohen Bürohäuser umging die Bundesbank einen sich abzeichnenden Konflikt mit der Stadt Frankfurt. Anfänglichen Überlegungen für einen Turm waren Vertreter der Stadt entschieden entgegengetreten, weil das Baurecht keine Hochhäuser vorsieht und Ausnahmen nicht erwünscht sind. Während der Pressekonferenz zum Wettbewerbsabschluss sagte Beermann jedoch, dass es darum gegangen sei, das markante Hauptgebäude als Symbol für die Geschichte der Bundesbank weiter klar zutage treten zu lassen. Darüber hinaus hätten viele der sechs ausgearbeiteten Entwürfe (bei ursprünglich 13 Bewerbern) die hohen Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt. Auf dem Gelände zwischen Bockenheim und Ginnheim lagert unter anderem ein großer Teil der staatlichen Goldreserve der Bundesrepublik.

Der Siegerentwurf löst diese Herausforderungen, indem er Einrichtungen mit viel Öffentlichkeitsverkehr, wie das Logistikzentrum, die Kindertagesstätte, das Pressezentrum und Sportanlagen, an die Wilhelm-Epstein-Straße und damit aus dem Sicherheitsbereich auslagert. Dort soll auch die zweigeschossige Tiefgarage mit 1.500 Stellplätzen hinkommen, um den derzeit weitgehend mit Autos zugestellten Campus parkähnlicher wirken zu lassen.

Die Bundesbank präsentiert alle sechs Gestaltungsentwürfe auf ihrer Webseite unter bundesbank.de/campus. Unter dieser Adresse ist auch eine Anmeldung zum Besuch der Ausstellung in der Bundesbankzentrale mit den Entwurfsmodellen möglich.

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