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Märkte | 17.01.2019

Aus IZ03/2019, S. 20

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

Köln hofft auf Projektentwicklungen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl
Köln ist voll. Doch trotz sinkender Leerstandsquote auf dem Büromarkt wurde noch einmal mehr umgesetzt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl

Köln. Der Markt für Büroimmobilien in der größten nordrhein-westfälischen Stadt ist eng geworden. Darin unterscheidet er sich nicht von den anderen deutschen Bürohochburgen. In Köln warten die Makler sehnsüchtig auf neue Projekte und attestieren den Nutzern eine höhere Bereitschaft, auf deren Fertigstellung zu warten.

Viel ist es nicht, was im zurückliegenden Jahr an neuer Bürofläche auf den Kölner Markt kam. Nach Berechnungen des Maklerunternehmens Larbig & Mortag wuchs der Büroflächenbestand in der Stadt im Jahr 2018 um gerade einmal 72.000 m². Damit hat er jetzt haarscharf die Schwelle von 8 Mio. m² überschritten.

Von diesen exakt 8,004 Mio. m² standen demnach zum Jahreswechsel lediglich rund 260.000 m² leer. Damit ist die Leerstandsquote in der Domstadt binnen Jahresfrist erneut gesunken - und zwar von 3,9% zum Ende 2017 auf 3,2% zum Jahreswechsel 2018/19. Angesichts dieser Vorlage müsste der Umsatz eigentlich dramatisch in die Knie gegangen sein. Ist er aber nicht.

Sowohl Larbig & Mortag als auch Savills haben einen Büroflächenumsatz von rund 305.000 m² für 2018 ermittelt. Und beide sprechen sogar von einem kleinen Plus gegenüber dem Vorjahr. Vor allem das letzte Quartal sei besonders umsatzkräftig gewesen, heißt es bei Savills. "Insgesamt sehen wir den Abschluss des Jahres 2018 positiv", fasst Uwe Mortag, Geschäftsführer von Larbig & Mortag, die Lage am Rhein zusammen. Es seien die großen Transaktionen der Mittelständler gewesen, die das zurückliegende Jahr gekennzeichnet haben.

Die größten Deals allerdings wurden nicht von Mittelständlern unterzeichnet. Vielmehr sicherten sich Großmieter die wenigen Neubauflächen, die verfügbar waren. Es gab 2018 auch nur drei Abschlüsse im fünfstelligen Quadratmeterbereich. Zwei davon fanden im Projekt I/D Cologne in der Schanzenstraße 5 statt. Art-Invest und die Osmab Holding realisieren im rechtsrheinischen Stadtteil Mülheim das Schanzenviertel. Zwar fand im September nur der erste Spatenstich für das Bürohaus I/D Cologne statt, doch hatte zu diesem Zeitpunkt bereits der Anbieter von Coworkingspaces, Design Offices, einen Mietvertrag über rund 13.000 m² unterschrieben. Eine größere Fläche mietete 2018 in der Domstadt keiner an. Dafür schlug Siemens ebenfalls im Projekt I/D Cologne zu und unterzeichnete einen Kontrakt über 10.500 m². Der zweitgrößte Mietvertrag des zurückliegenden Jahres ging auf das Konto der Oberfinanzdirektion NRW. Er maß 10.600 m² und fand über eine Fläche im Dominium in der Tunisstraße 19-21 statt.

Wenn das Angebot knapp wird, steigen bekanntlich die Preise. Das ist auch in Köln im vergangenen Jahr nicht anders gewesen - und zwar in allen Segmenten. So legten die Höchstmiete, jetzt etwa 24,50 Euro/m², die Spitzenmiete mit nun 23,10 Euro/m² und die Durchschnittsmiete mit 13,21 Euro/m² jeweils um rund 1 Euro/m² zu. Laut Larbig & Mortag blieb immerhin der Nebenkostendurchschnitt mit 2,93 Euro/m² praktisch konstant.

Zusammenfassend lässt sich über den Kölner Markt sagen, dass die Kompromissbereitschaft der Flächensuchenden deutlich zugenommen hat. Immer mehr müssen sie sich bei der Suche auf Projekte auf dem Reißbrett fokussieren - "auch an Locations, die vor drei Jahren noch nicht denkbar waren", sagt Mortag. Er findet es jedoch positiv, dass damit die von vielen Kunden gewünschten neuen Arbeitswelten deutlich besser realisierbar seien als in Bestandsbauten. Wer dringend und kurzfristig eine neue Fläche braucht, dem bleibt nur, auf Coworkinganbieter auszuweichen. Und die haben sich in Köln ja reichlich mit Fläche eingedeckt.

Transaktion: Köln, Komödienstraße 34
  • Transaktionsdatum:
    2018
  • Immobilienart:
    Büro
  • Transaktionsart:
    Miete
  • Volumen:
    10.600,00 qm Nutzfl.
  • Mieter:
    Oberfinanzdirektion NRW
  • Projekt:
    Dominium Köln

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