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Transaktionen | 17.01.2019

Aus IZ03/2019, S. 17

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Signa erwirbt Gänsemarkt-Passage

Urheberin: Theda Eggers
Zum 40. Geburtstag der Gänsemarkt-Passage scheint ihr Abriss beschlossene Sache. Auch die Büschstraße (links) soll ein Neubau besser ins Licht setzen.

Urheberin: Theda Eggers

Hamburg. Signa kauft die Gänsemarkt-Passage in Hamburg für rund 115 Mio. Euro. Der österreichische Investor will den 40 Jahre alten Büro- und Einzelhandelskomplex abreißen und neu entwickeln. Geplant sind Büros, Gastronomie und Wohnen. Aber auch Hotelbetreiber haben bereits angeklopft.

Das Interesse am Bieterverfahren für die Gänsemarkt-Passage in der Hamburger City war groß. Nicht nur lokale Entwickler schätzen die Lage: unweit des Jungfernstiegs, zwischen der Flaniermeile Colonnaden und dem Gänsemarkt, der just für 4 Mio. Euro vom Business-Improvement-District (BID) Quartier Gänsemarkt neu gepflastert und möbliert wurde.

BNP Paribas Real Estate begleitete die Ausschreibung im Auftrag von Meag, Vermögensmanager von Munich Re und Ergo. Für die meisten Bieter war bei 90 Mio. Euro das Ende der Fahnenstange erreicht. Signa, das Unternehmen des Österreichers René Benko, wollte die Liegenschaft und bekam den Zuschlag für gut 115 Mio. Euro.

Das 1979 nach Entwürfen der Hamburger Architekten Graaf, Schweger und Partner errichtete Büro- und Geschäftshaus mit der tannengrünen, postmodernen Metallfassade soll einem Neubau weichen. Die 12.400 m2 Mietfläche werden aktuell hälftig für Einzelhandel und Büros genutzt. Teil des Gesamtobjekts sind zwei Altbauten von 1885 an den Colonnaden, die auf den 2.600 m2 Mietfläche auch einige Wohnungen enthalten.

Nach den Signa-Plänen sollen die Gründerzeitbauten saniert und erweitert werden. Im Neubau wird das Wohnen eine größere Rolle spielen. Zudem sind Büroflächen sowie Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen. Das im ersten Obergeschoss 1979 von Eugen Block eröffnete und prächtig laufende Restaurant würde gerne am Standort bleiben.

Oberbaudirektor Franz-Josef Höing liegt zudem daran, dass nicht nur die Büschstraße - zwischen Gänsemarkt und Colonnaden - durch einen Neubau mit hochwertiger Architektur besser in Szene gesetzt wird. Nahe liegt, dass zur Refinanzierung des hohen Grundstückspreises eine höhere Bebauung einhergeht, wie es Carlyle auf dem Nachbargrundstück Gänsemarkt 45 mit dem neungeschossigen Opernhof 2008 vorgemacht hat.

Doch für die zusätzlichen Flächen wurden bereits nach Bekanntwerden des Zuschlags an Signa die ersten Wünsche formuliert. So forderten die im Bezirk Mitte mitregierenden Grünen zunächst eine 50%-Quote für sozialen Wohnungsbau und dann eine Ökobilanz, um zu prüfen, ob durch Abriss und Neubau mehr Energie verbraucht wird als durch eine Modernisierung - Stichwort: graue Energie. Tatsächlich hatte es Bieter gegeben, die den Bestand umbauen wollten. Die Geschosshöhen seien durchaus attraktiv, heißt es, der Abriss in dieser Lage hingegen sehr teuer und (zeit-)aufwendig. Ungeachtet dieser Diskussionen ist zu hören, dass sich einige Hotelbetreiber für den Standort interessieren.

Signa ist in Hamburg stark engagiert. Ganz oben auf der Agenda steht der Elbtower. Doch Diskussionen im Stadtentwicklungs- sowie Haushaltsausschuss verzögern die Zustimmung der Bürgerschaft zum Grundstücksverkauf für den auf 244 m gewachsenen Büro- und Hotelturm an den Elbbrücken. Das Go wird nun für Ende Februar erwartet.

Transaktion: Hamburg, Gänsemarkt 50

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