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Digitales | 17.01.2019

Aus IZ03/2019, S. 14

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Digitale Gebäude gibt es nicht zum Nulltarif

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
Über das richtige Maß an Digitalisierung gehen die Meinungen auseinander. Drees & Sommer machte das auf der Expo Real sogar zum Motto seines Messestands.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Wie weit die Immobilienbranche tatsächlich mit der Digitalisierung ist, wollte das Beratungsunternehmen Drees & Sommer von rund 70 Teilnehmern seiner Veranstaltungsreihe Expo Vision wissen. Die Umfrage zeigt, dass Sicherheitsbedenken schwerer wiegen als die Kosten - obwohl die keineswegs unterschätzt werden dürfen.

Obwohl sich die Befragten darin weitgehend einig waren, dass die Zukunft der Bau- und Immobilienwirtschaft digital geprägt sein wird, bestätigt ihre Bestandsaufnahme, dass die meisten Projekte nach wie vor so analog ablaufen wie schon seit eh und je. Entsprechend sieht sich die Immobilienwelt selbst nicht gerade als Spitzenreiter, was die Digitalisierung angeht, das wird vielmehr der Automobilindustrie (63%), der IT- und Kommunikationsbranche (48%) sowie der Logistik (43%) unterstellt. Wohn- und Immobiliengesellschaften gelten nur bei 3% der Befragten als digitale Vorreiter, schlechtere Noten bekommt nur die öffentliche Hand.

Die Bereitschaft, Geld in die Hand zu nehmen, ist dabei grundsätzlich vorhanden, das untermauern auch andere Befragungen aus dem vergangenen Jahr (siehe "Die digitale Umsetzung bleibt mangelhaft", IZ 42/2018). Fast zwei von drei der von Drees & Sommer Befragten investieren jährlich zwischen 1% und 5% ihres Unternehmensumsatzes in die Digitalisierung, bei 27% sind es bis zu 10% und etwa jeder Zehnte steckt sogar mehr als 10% seines Umsatzes pro Jahr in neue Technologien.

Ähnliche Größenordnungen zeigen sich bei der Frage, wie viel Prozent der Projektsumme eines Bauvorhabens in die Digitalisierung des Gebäudes fließen sollte. Etwa ein Viertel der Befragten begnügt sich hier mit bis zu 2%, immerhin zwei Drittel halten 3% bis 5% für angemessen. Lediglich jeder Zehnte befürwortet einen Anteil von bis zu 10%. Die meisten Umfrageteilnehmer haben damit eine relativ realistische Einschätzung der tatsächlichen Kosten, wie Drees-&-Sommer-Vorstand Steffen Szeidl feststellt: Er veranschlagt die Mehrkosten für die Digitalisierung bei Neu- oder Umbauten auf 3% bis 5% der Gesamtinvestitionen. "Wer nicht lange vor Baubeginn digitale Strukturen und Prozesse einplant und richtig ausbaut, kann sich auf viele kosten- und zeitintensive Ehrenrunden einstellen", erläutert Szeidl.

Den Hauptgrund, aus dem die Digitalisierung von Gebäuden vorangetrieben werden sollte, sehen fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (63%) in den gestiegenen Anforderungen der Immobiliennutzer. Genau die Hälfte der Befragten erhofft sich außerdem effizientere Prozesse im Gebäude, fast ebenso viele erwarten eine Effizienzsteigerung oder Kostensenkung im eigenen Betrieb (jeweils 45%).

Bei den Bedenken, die immer noch für Zurückhaltung bei Digitalprojekten sorgen, stehen die Angst vor Hackerangriffen von außen (58%) und mögliche Datenschutzlecks bzw. Verletzungen der Privatsphäre (53%) an erster Stelle. Damit unterscheidet sich das Sicherheitsgefühl der Branchenprofis gar nicht groß von dem der Verbraucher, wie eine aktuelle Umfrage der Bundeszentrale Verbraucherschutz belegt (siehe "Kaum Lust auf Smart Home", IZ 03/2019). Eine fast ebenso große Rolle spielt der Mangel an einheitlichen Standards (55%) und die Sorge, beim Rückzug einzelner Anbieter irgendwann mit veralteter Technik dazustehen (37%). Proptech-Investoren wie BitStone-Geschäftsführer Kai Panitzki raten daher dazu, die Nachrüstbarkeit immer im Auge zu behalten (siehe Interview "Gebäude müssen updatefähig sein", IZ 03/2019).

Als wichtigste Funktionen des digitalen Gebäudes haben die Umfrageteilnehmer die Zutrittskontrolle ausgemacht (für 88% sinnvoll oder sehr sinnvoll), gefolgt vom Parkraummanagement (81%), der Buchung von Arbeits- und Besprechungsräumen (75%), intelligenter Ladeinfrastruktur für Elektroautos (63%) und der auf den Nutzer abgestimmten Steuerung von Heizung, Belüftung und Beleuchtung (55%).

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