Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 17.01.2019

Aus IZ03/2019, S. 2

Von Dagmar Böcker-Schüttken

In diesem Artikel:

Makler, raus aus der Filterblase!

Die Wohnungsmakler tun zu wenig gegen ihr schlechtes Image, meint Dagmar Böcker-Schüttken, Chefin des Maklerhauses Böcker Wohnimmobilien. Stattdessen meide die Branche die Diskussion und die Öffentlichkeit.

Quelle: Zur alten Metzgerei, Urheberin: Nicole Teuber
Dagmar Böcker-Schüttken.

Quelle: Zur alten Metzgerei, Urheberin: Nicole Teuber

Mit dem Bestellerprinzip auch beim Wohnungskauf und der Deckelung der Maklercourtage ist eine Diskussion über die Rolle des Immobilienmaklers entbrannt. Aus Sicht vieler Bürger steht die Leistung des Maklers an sich zur Disposition. Das Berufsbild leidet unter einem schlechten Image, daran hat sich trotz großer Professionalisierung und neuer Ausbildungswege in den vergangenen 20 Jahren so gut wie nichts geändert.

Doch die Branche schottet sich von Diskursen mit ihren Kunden - den Wohnungsmietern und Käufern - zunehmend ab. Auf Fachveranstaltungen kommen Kritiker, externe Fachleute, medienerfahrene Multiplikatoren wie PR-Leute oder Journalisten schon gar nicht mehr zu Wort. Der immobilienwirtschaftliche Echo-Raum schließt sich. So kommt es zu einem Paradox: Einerseits beklagt man den Fachkräftemangel, anderseits tut man sich extrem schwer damit, seine Geschäftsmodelle zu erklären und für die Menschen verständlich und sympathisch zu machen. Werden Investoren, große Wohnungsgesellschaften oder Makler in den Medien dann in einem Atemzug mit Heuschrecken oder Immobilienhaien genannt, ist die Empörung groß.

Diese Haltung bringt uns nicht weiter. Sie verändert unser Ansehen in der Öffentlichkeit nicht und sie mildert unsere Nachwuchssorgen nicht. Und sie hilft uns nicht dabei, den Kopf frei zu haben für die großen Veränderungsprozesse, die uns mit der Digitalisierung ins Haus stehen. Es ist an uns, diesen Zustand zu ändern und den Menschen unsere Expertise und Dienstleistungen zu erklären. Das gilt vor allem für die Makler. Unsere Kunden haben bei einer der wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens einen Menschen an ihrer Seite und nicht bloß eine Plattform. Allein das kann sie vor folgenschweren und teuren Fehlentscheidungen bewahren. Wenn sie gut beraten werden, sind sie am Ende auch gern bereit, für diese fachmännische Begleitung einen angemessenen Preis zu bezahlen.

Eigentlich ist in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt, was ein Makler kann und leistet. In der Kommunikation gibt es hier einen großen Nachholbedarf. Hier könnten zum Beispiel die Ausbildungsstätten für Immobilienberufe vorangehen und sichtbarer werden, einfach mehr für ihre Wahrnehmung tun. Gleiches gilt für die Verbände, die ihre Pressearbeit mit Blick auf junge Zielgruppen verstärken sollten. Das hätte mehr Gewicht und eine größere Neutralität, als wenn einzelne Maklerunternehmen das selbst tun.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!