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Märkte | 10.01.2019

Aus IZ01-02/2019, S. 25

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Rekord verfehlt

Berlin. Auf 420.000 m2 Umsatz brachten es die Vermieter von Hallen und Lager 2018. 2017 kamen 448.000 m2 zusammen.

Rekord verfehlt. Dabei hätte es dank einer Jahresendrallye fast noch klappen können. Auf stolze 260.000 m2 Umsatz brachten es die Berliner Vermieter von Gewerbe- und Logistikflächen im zweiten Halbjahr. In den ersten sechs Monaten des gerade abgelaufenen Jahres kamen gerade einmal 160.000 m2 zusammen.

Und auch für das laufende Jahr seien keine neuen Bestmarken in Sicht, so die Fachleute. Trotz guter wirtschaftlicher Lage und des prognostizierten Bevölkerungswachstums der deutschen Hauptstadt rechnet Sebastian König, bei Engel & Völkers Commercial für die Branche verantwortlich, für das Jahr 2019 mit einem Umsatz zwischen 380.000 und 400.000 m2.

Die dicksten Geschäfte machten die Berliner Logistikmakler 2018 im südlichen Umland der Bundeshauptstadt. "Unternehmen wie Chef Culinar, DHL und Decathlon werden dort Logistikflächen von jeweils 40.000 m2 beziehen", freut sich König. Doch die Freude ist von kurzer Dauer. Das Flächenangebot werde geringer, da sich im Vergleich zu den zurückliegenden zwei Jahren die Anzahl spekulativer Neubauprojekte reduziert habe. Hinzu kommt: Die Gemeinden zeigten sich deutlich restriktiver bei der Grundstücksvergabe an Logistikunternehmen. Wohnungen, Büros, Hotels und andere immobilienwirtschaftliche Nutzungen bringen mehr Lohn und Brot und mehr Steuern in die Gemeindekassen. Gleichzeitig hätten die Logistiker, die vom boomenden Online-Handel der deutschen Hauptstadt profitieren, "mehr und mehr Schwierigkeiten, im südlichen Umfeld Berlins Mitarbeiter zu finden". Sogkraft entfaltet der zukünftige Hauptstadt-Flughafen BER, der - angeblich - im Herbst 2020 den Betrieb aufnehmen soll. Der Airport gilt den Experten mit 40.000 prognostizierten Arbeitsplätzen als Jobmaschine.

Doch noch sei nicht aller Tage Abend, hält König den Ball wieder flach. Noch gäbe es südlich Berlins rund 100.000 m2 freie Flächen. Hinzu käme hier neuer Platz durch auslaufende Verträge in Bestandsimmobilien.

Innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings ist die Nachfrage stark und das Angebot knapp. Kleine Flächen bis zu 500 m2 gebe es fast gar nicht. "Unter 10 Euro/m2 sind dort keine Gewerbeflächen mehr zu bekommen", analysiert König sein Zahlenwerk. Ganz uneigennützig weist der Makler auf "die seines Erachtens bestehenden Verkaufschancen für kleine und mittelständische Unternehmen" hin, "die bei der hohen Nachfrage von Investoren ihre eigengenutzte Immobilie zu einem attraktiven Preis veräußern könnten".

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