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Märkte | 10.01.2019

Aus IZ01-02/2019, S. 7

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Den Wohnungsbau bremsen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Die KfW empfiehlt für Förderung in ländlichen Regionen nur noch Renovierung und keine Neubauten mehr.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Die Researcher der KfW-Bankengruppe warnen vor einem Zuviel an Wohnungsneubauinvestitionen in Deutschland. Die Nachfrage könnte in den kommenden Jahren deutlich sinken. Auch ein Rückschlag bei den Preisen sei zu erwarten.

Nach einer Quartalsanalyse der Researcher der KfW-Bankengruppe ist ein Ende des deutschen Wohnungsbaubooms nicht in Sicht. Allerdings sehen die Immobilienexperten der KfW bei den Wohnimmobilienpreisen in den großen Städten ein Rückschlagspotenzial von 22% bis 44%.

Das ist im Schnitt mehr, als die Deutsche Bundesbank (15% bis 30%) oder der Internationale Währungsfonds (rund 20%) prognostiziert haben. Problematisch könnte der Umfang der vorgesehenen Neubauinvestitionen laut KfW mit Blick auf die demografische Entwicklung werden.

Zwar ist für das kommende Jahrzehnt in Deutschland eine Nettozuwanderung von mehr als 3,6 Mio. Menschen vorausgesagt, doch schrumpfe laut UN-Bevölkerungsschätzung im gleichen Zeitraum die Altersgruppe der 20- bis 49-Jährigen.

Da diese hauptsächlich die neuen Haushalte gründeten und folglich bedeutsam für die Baunachfrage seien, könnte das Investitionsniveau für den Wohnungsneubau allmählich zu hoch sein. Und zwar laut KfW-Prognose um 2 Prozentpunkte höher als das Wachstum des relevanten Bevölkerungsanteils. Die KfW empfiehlt für Fördermaßnahmen in ländlichen Regionen nur noch Renovierung und keine Neubauten mehr.

Bemerkenswert ist dieser Hinweis auch, weil über die KfW das Baukindergeld für den Eigenheimerwerb von Familien beantragt und abgewickelt wird. Die Auszahlung beginnt nun in diesem Jahr (siehe "Einige Gesetze sind in Arbeit").

47.741 Familien in Deutschland mit insgesamt 82.865 Kindern haben in den ersten drei Monaten seit Programmbeginn (18. September 2018) bei der KfW das Baukindergeld beantragt. Über die Verteilung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten gibt es bislang wenig Aufschluss. Bekannt ist lediglich, dass die meisten Anträge aus Nordrhein-Westfalen (10.728) kommen, gefolgt von Baden-Württemberg (6.407) und Niedersachsen (6.039). Befürchtet wird von Experten, dass die Eigenheime vornehmlich auf dem Land entstehen.

Laut Bundesregierung sind bereits rund 1 Mrd. Euro für die Antragsteller reserviert worden. Bis Ende 2020 sind in den Haushaltsplänen für das Baukindergeld insgesamt 2,7 Mrd. Euro bereitgestellt.

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