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Märkte | 20.12.2018

Aus IZ51/2018, S. 17

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Entwickler sammeln Industrieareale ein

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Das Gelände der Spedition Ascherl in Moosach soll mit Gewerbeflächen und Wohnungen neu bebaut werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

München. Projektentwickler sichern sich in München derzeit große Industrieflächen für künftige Projekte. Der Generationenwechsel spielt ihnen in die Hände.

Der Stadt München gehen die Industrieunternehmen verloren. Immer mehr Eigentümer verkaufen ihre Firmen, weil sie keine Nachfolger finden. Die Grundstücke, die oft im Privatbesitz der Unternehmerfamilien sind, machen sie dann zu Geld. Andere Firmen finden in München keine Flächen mehr für die Expansion und ziehen deshalb weg.

Einen solchen Umzug plant die Spedition Ascherl-Noerpel aus dem Münchner Stadtteil Moosach. Vor wenigen Wochen berichtete die Immobilien Zeitung, dass Noerpel in Odelzhausen zwischen Augsburg und München einen Neubau plane (siehe "Noerpel baut an der A 8", IZ 44/18). Im Zuge dessen könnte das Speditionsunternehmen Ascherl den Standort München aufgeben. Nun ergaben die Recherchen, dass der österreichische Immobilienentwickler UBM Development das rund 30.000 m² große Grundstück an der Ecke Bauberger Straße und Allacher Straße von der Unternehmerfamilie erwarb. Das Grundstück schließt direkt an die aktuellen Immobilienentwicklungen zwischen dem Bahnhof Moosach und der Allacher Straße an. Dem Vernehmen nach sind auf dem Ascherl-Gelände Gewerbeflächen und Wohnungen vorgesehen.

Nur wenige Straßen weiter wechselte ein weiteres Grundstück den Eigentümer. Das Areal an der Hanauer Straße 91 gehört nach Marktinformationen nun dem Münchner Projektentwickler RH. Derzeit stehen auf den fast 15.000 m² zwei Fachmärkte, deren Mieter Conrad Electronic und Justmusic sind, sowie ein Bürogebäude. Die künftige Nutzung war bisher nicht zu erfahren.

Interessant ist das Grundstück auch in Verbindung mit dem Nachbargelände. Dort hat derzeit der Automobil- und Werkstattzulieferer Beissbarth seine Betriebsstätte. Der Autozulieferer Bosch veräußerte das Unternehmen im Sommer an den Münchner Private-Equity-Investor Stargate Capital. Nun halten sich Gerüchte, dass auch Beissbarth den Standort verlassen könnte. Makler rechnen damit, dass das gesamte Gelände gegenüber dem Olympia-Einkaufszentrum dann zu einem Büro- und Hotelstandort umgestaltet werden könnte.

In den kommenden Jahren dürfte sich das Bild des Münchner Nordens stark verändern. Entlang des Frankfurter Rings ist die Umgestaltung bereits in vollem Gang. Unternehmen wie Knorr Bremse haben schon große Teile ihrer Produktionsstätten verlagert, auf den Arealen werden Büros, Hotels, Boardinghäuser und Wohnungen entstehen. Ein solches Grundstück kaufte unlängst der Münchner Projektentwickler Hammer. Der Automobilzulieferer Sona BLW Präzisionsschmiede verlagert schon bald seine Produktion ins Umland. Auf dem 56.000 m² großen Areal am Frankfurter Ring sollen Büro- und Gewerbeflächen entstehen. Vladislav Georgiev, als Geschäftsführer bei Hammer für die Projektentwicklung zuständig, rechnet damit, dass das Projekt spätestens 2020 in die Vermarktung gehen kann.

Für die Stadtverantwortlichen ist diese Entwicklung alles andere als erfreulich. Der Stadtrat hatte jüngst das neue Gewerbeflächenentwicklungsprogramm gebilligt. Das Ziel ist, bis 2030 insgesamt 35 ha Fläche für klassisches Gewerbe neu zu schaffen. Und schon das dürfte viel zu wenig sein. Der Bedarf liegt laut Wirtschaftsreferat bei rund 120 ha.

Es gibt aber auch Unternehmen, die dem Trend trotzen. In Allach sitzen auf einem gut 600.000 m² großen Werksgelände der Maschinenbauer KrausMaffei und der aus ihm hervorgegangene Waffenfabrikant Krauss-Maffei Wegmann. Das Areal grenzt mittlerweile an drei Seiten an Wohngebiete. Hier wären Stadt und Projektentwickler sicher nicht böse, wenn es frei würde.

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