Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 20.12.2018

Aus IZ51/2018, S. 11

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Techem
  • Personen:
    Frank Hyldmar
  • Immobilienart:
    Wohnen

"Deutschland verheizt den Klimaschutz"

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Hermann
Der witterungsbereinigte Verbrauch für die Heizung von Mehrfamilienhäusern ist 2017 erneut angestiegen.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Hermann

Der Energieverbrauch für die Gebäudeheizung hat sich in den deutschen Mehrfamilienhäusern im zweiten Jahr in Folge erhöht. "Deutschland verheizt den Klimaschutz in Mehrfamilienhäusern", spitzt es der Messdienstleister Techem zu.

Im vergangenen Jahr lag der witterungsbereinigte Endenergieverbrauch für Raumheizwärme in deutschen Mehrfamilienhäusern im Schnitt bei 141 kWh/m² für Erdgas und Heizöl sowie bei 114 kWh/m² für Fernwärme. Das hat Techem durch die Auswertung von Daten zu rund 1,5 Mio. Wohnungen in 124.000 Mehrfamilienhäusern in seiner EnergiekennwerteStudie herausgefunden.

Demnach ist der Verbrauch der Mehrfamilienhäuser gegenüber dem Vorjahr beim Brennstoff Erdgas um 1,8% gestiegen. Der Fernwärmeverbrauch legte um 1,7% zu, beim Heizöl waren es 2,1%. Zieht man zum Vergleich das Jahr 2015 heran, beträgt der Anstieg insgesamt sogar gut 5%.

Techem bewertet die Entwicklung als "denkbar schlechtes Signal für die Klimaschutzbestrebungen im Gebäudebestand". Höhere witterungsbereinigte Verbräuche für Heizöl und Erdgas hätte es zuletzt 2011, für Fernwärme 2009 gegeben. "Die Energiekennwerte-Studie 2018 belegt, dass im Sinne der Klimaziele dringender Handlungsbedarf besteht", betont Frank Hyldmar, Vorsitzender der Geschäftsführung von Techem. Deutschland entferne sich vom Ziel des klimaneutralen Gebäudebestands. Die Energieeffizienz von Mehrfamilienhäusern müsse deshalb verbessert werden. Hyldmar sieht die Bundesregierung in der Pflicht, unterstützende Gesetzesvorhaben oder Förderprogramme umzusetzen. "Dazu gehört es, den Einsatz geringinvestiver Maßnahmen zu verbessern, für ein besseres Anlagenmonitoring im Gebäudesektor zu sorgen, das große Potenzial von Contracting weiter auszubauen und stärker auf Quartierslösungen zu setzen", zählt der CEO auf.

Gegensätzlich zum Heizungsverbrauch entwickelten sich 2017 die Energiepreise. Sie sanken beim Erdgas um 5,4%, beim Heizöl um 1,9% und bei der Fernwärme um 1,4%. Das führte dazu, dass die Verbrauchskosten trotz steigender Verbräuche im Betrachtungszeitraum für alle Brennstoffe sanken.

Neben den Verbräuchen und Brennstoffpreisen hat Techem u.a. auch die Effizienz der verschiedenen Heizungsanlagen analysiert. Die Untersuchung ergab, dass der durchschnittliche heizwertbezogene Jahresnutzungsgrad bei Erdgaskesseln mit 85,2% 9,5 Prozentpunkte über dem von Heizölkesseln lag.

Die Energiekennwertestudie 2018 stellt Techem unter www.techem.de/energiekennwerte gratis als ePaper zur Verfügung.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!