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Märkte | 20.12.2018

Aus IZ51/2018, S. 9

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)
  • Personen:
    Jens Tolckmitt, Louis Hagen
  • Immobilienart:
    Gewerbe allgemein

vdp lobt Harmonisierung

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) rechnet für 2019 mit weniger stark steigenden Immobilienpreisen. Die Harmonisierung bei den Covered Bonds sieht der vdp überwiegend positiv.

Vdp-Präsident Louis Hagen rechnet für das kommende Jahr mit weniger stark steigenden Preisen auf dem Immobilienmarkt. Auch der Rückgang der Anfangsrenditen werde ausgebremst.

Bei Gewerbeimmobilien ist das Neugeschäft der vdp-Mitgliedsinstitute rückläufig und sank im Vorjahresvergleich um 4% von 47,5 Mrd. auf 45,6 Mrd. Euro. Das Segment Wohnen legte dagegen von 56,1 Mrd. auf 57,6 Mrd. Euro zu, was einer Steigerung von 2,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. "Auch wenn die Kreditvergabe für Wohnimmobilienfinanzierungen leicht zugenommen hat, bleiben die Fremdmittelquoten im privaten und im gewerblichen Bereich stabil", erklärt Hagen.

Die Zahl der ausgegebenen Pfandbriefe steigt derweil weiter: Per Oktober 2018 betrug das Absatzvolumen über alle Gattungen des Refinanzierungsinstruments hinweg 43,3 Mrd. Euro - 9% mehr als bis Oktober 2018. Für 2019 rechnet der Bankenchef damit, dass die Emittenten mehr Pfandbriefe abgesetzt als getilgt haben werden.

Lob finden die Bankenvertreter für die fortschreitende Regulierung und Harmonisierung des europäischen Pfandbriefmarkts. Zuvor hatte man immer wieder die Gefahr einer Aufweichung der Qualitätsstandards deutscher Pfandbriefe gesehen. vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt sieht in den jetzigen Entwürfen eine weitgehende Orientierung am hiesigen Pfandbriefgesetz. Das wahrscheinlich im zweiten Quartal 2019 in Kraft tretende Paket sei "eine Harmonisierung mit Augenmaß". Dabei ist unter anderem eine zweistufige Regulierung vorgesehen, sozusagen Pfandbriefe der ersten und der zweiten Kategorie, die innerhalb des neuen Ansatzes aber deutlich voneinander abgegrenzt sind. "Die regulatorische Privilegierung des etablierten Kernprodukts Covered Bonds wird dauerhaft gesichert", sagt Tolckmitt. In Deutschland wird die Anpassung in Form einer Novelle des Pfandbriefgesetzes erfolgen. Die Frage, ob und wenn ja in welchem Umfang auch die "zweitklassigen" EU-Pfandbriefe ein nützliches Refinanzierungsinstrument sein könnten, ist beim vdp noch nicht geklärt. Man berate noch zu diesem Thema, hieß es dort.

Uneingeschränkt ist die Freude bei den Pfandbriefbanken über das sich auf der Zielgeraden befindende EU-Gesetzgebungsverfahren aber dann doch nicht: "Weiterer Regelungsbedarf besteht hinsichtlich der Einführung einer Fälligkeitsverschiebung im Insolvenzfall einer Pfandbriefbank zum Ausgleich möglicher Liquiditätsengpässe sowie in Reaktion auf den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU", heißt es in einer Mitteilung. Die Verbandspositionen sowohl für ausstehende als auch neu emittierte Pfandbriefe sind hier klar: Eine automatische Verschiebung aller ausstehenden Pfandbriefe um sechs oder zwölf Monate bei Ernennung eines Sachwalters sollte gesetzlich fixiert werden. Und: Der Sachwalter soll Pfandbriefe zur ursprünglichen Fälligkeit oder innerhalb der Laufzeitverlängerung bei vorhandener Liquidität bedienen können. Die Reihenfolge sollte keinesfalls geändert werden, heißt es in einem Positionspapier.

Auf der vdp-Agenda für das kommende Jahr steht auch der Einsatz für eine flexiblere Gestaltung der gesetzlichen Abzinsungssätze zur Berechnung des Ertragswerts. Diese hätten sich laut vdp-Präsident Hagen mittlerweile weit von den Marktwerten der Immobilien entfernt. An einem Anpassungsvorschlag wird auch hier noch gefeilt.

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