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Unternehmen | 20.12.2018

Aus IZ51/2018, S. 6

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Exporo
  • Personen:
    Julian Oertzen

Exporo geht ins Ausland

Quelle: Exporo
Bisher gibt es nur ein Büro von Exporo in Hamburg. Ab 2019 könnten weitere im Ausland hinzukommen.

Quelle: Exporo

Die digitale Investmentplattform Exporo will in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Für 2019 steht die Expansion ins europäische Ausland auf dem Programm. Ans Geld verdienen denken die Gründer derweil noch lange nicht.

"Wir verlieren jeden Monat Geld", gibt Julian Oertzen, Vorstandsmitglied und einer der vier Gründer von Exporo, offen zu. Und er geht sogar noch einen Schritt weiter: "Wir wollen momentan gar kein Geld verdienen."

Die Verwunderung des Fragestellers ob dieser Aussage nimmt Oertzen ziemlich gelassen zur Kenntnis. Die relevante Frage für ihn - und seine Geschäftspartner - sei: 100.000 Euro pro Monat verdienen oder 70% Marktanteil an digitalen Immobilieninvestments in Europa in fünf Jahren? In der jetzigen Phase profitabel zu arbeiten, hieße, das Wachstum massiv zu verlangsamen. Und das sei nun mal nicht wünschenswert - im Gegenteil: Oertzen will bei der Expansion jetzt richtig aufs Gaspedal drücken.

Ziemlich genau vor vier Jahren ist Exporo ans Netz gegangen. Damals steckte die digitale Immobilieninvestition in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Außer dem Pionier, der Plattform Kapitalfreunde, die 2012 ihr Debüt feierte, gab es zunächst keine auf Immobilien spezialisierten Anbieter. Das änderte sich erst zwei bis drei Jahre später: Plattformen wie Exporo, Zinsland, Home Rocket, Renditefokus, Brickgate, BrickVest und Mezzany schlossen sich der Idee an, Geld bei Kleinanlegern einzusammeln und dieses gebündelt in Immobilien zu investieren. Bis heute hat sich die Anzahl der Anbieter weiter erhöht. Exporo ist nach eigenen Angaben der Marktführer in Deutschland mit einem Anteil von 70%.

Seit dem Start Ende 2014 ging es für Exporo steil bergauf: Wurden im ersten vollen Geschäftsjahr zarte 7 Mio. Euro vermittelt, waren es 2016 bereits 23 Mio. Euro und ein Jahr später 89 Mio. Euro. In diesem Jahr läuft das Vermittlungsvolumen auf 180 Mio. Euro hinaus. Alleine im November wurden über 20 Mio. Euro bei den Anlegern eingesammelt. Für 2019 stellt Oertzen eine Zielmarke von 300 Mio. Euro in Aussicht.

Zulegen will Oertzen insbesondere bei der Finanzierung von Bestandsimmobilien. Bisher lag der Schwerpunkt bei Bauprojekten. Die Belegschaft mit aktuell rund 100 Mitarbeitern soll kräftig wachsen: 40 Neueinstellungen sind für nächstes Jahr geplant, etwa ein Drittel für Bestandsakquise, Ankaufsprüfung und Asset-Management.

Mit vergrößerter Mannschaft wird im kommenden Jahr das nächste große Ziel ins Visier genommen: die Internationalisierung. In welchem Land Exporo zuerst das Fähnchen in den Boden rammen wird, sei noch nicht entschieden. Fest steht lediglich, dass sich die Auslandsexpansion zunächst auf Europa beschränken wird. Das Ziel sei der Aufbau einer Plattform, auf der sich die Anleger ein europäisches Immobilienportfolio zusammenstellen können.

Und dann könnte es endlich so weit sein: Ab 2021 sollen laut Businessplan operative Gewinne eingefahren werden.

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