Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Projekte | 13.12.2018

Aus IZ50/2018, S. 20

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Seifenfabrik wird zum Wohnquartier

Quelle: Kondor Wessels, Urheber: HSA
Die klassische Bauform der Beginenhöfe diente als Inspiration für den Grundriss der Kappus-Höfe in der Offenbacher Innenstadt.

Quelle: Kondor Wessels, Urheber: HSA

Offenbach. Kondor Wessels hat offiziell mit dem Bau des Wohnquartiers Kappus-Höfe begonnen. Zugleich verkündet das Unternehmen, dass die Mietwohnungen des Quartiers bereits komplett an Investoren veräußert sind.

Die Stadt Offenbach wird ein weiteres ungenutztes Industrieareal los: Der niederländische Projektentwickler Kondor Wessels legte auf dem zentrumsnahen ehemaligen Gelände der Seifenfabrik Kappus den Grundstein für die Wohnentwicklung Kappus-Höfe. Bis März 2022 sollen auf den rund 17.300 m2, Luisenstraße 42-52, 311 Wohnungen entstehen. Rund 85 Mio. Euro will Kondor Wessels investieren und dafür rund 33.000 m2 BGF erstellen lassen.

Am Tag vor der Grundsteinlegung gab es nicht nur die Zustimmung der Stadtverordneten zum Bebauungsplan. Kondor Wessels verkaufte auch den Mietwohnungsanteil von 182 Einheiten. 150 davon erwirbt Dekor Vastgoed IX BV, ein von der niederländischen Investmentbank Kempen gemanagter Fonds, der Kapital von Reggeborgh (privates Investmentvehikel der Eigentümerfamilie Wessels) und des Pensionsfonds Bouwinvest anlegt. Die übrigen Wohnungen erwarb die Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach. Bei Letzteren handelt es sich um sämtliche geförderte Wohnungen auf dem Areal. Die übrigen rund 45% der Einheiten gehen über Hermann Immobilien (Bruchköbel) in den Einzelvertrieb, der dieser Tage anlief. Sie werden im Durchschnitt für 4.300 Euro/m2 angeboten.

Kondor Wessels war 2014 in Gespräche mit der Familie Kappus und der Familie Sternagel als Eigentümerin eines Nachbargrundstücks eingetreten. 2017 vollzog Kappus die Verlagerung seiner Produktion vom seit 1848 genutzten Gelände an das Gewerbegebiet Waldhof am Stadtrand. Im fertigen Wohnquartier sollen Informationstafeln und eine ausgestellte Anlage aus der Seifenproduktion an die Vorgeschichte erinnern. Inzwischen sind die Werksgebäude abgerissen. Das Büro Hilmer Sattler Architekten (Berlin) hat einen Komplex aus 17 zusammenhängenden Mehrfamilienhäusern mit drei bis vier Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss entworfen, der sich nach dem Vorbild der niederländischen Beginenhöfe um drei Innenhöfe gruppiert. Die Tiefgarage wird rund 250 Stellplätze bieten.

Baudezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) bilanzierte zufrieden einen seit einigen Jahren anhaltenden Zuzug gut verdienender Menschen nach Offenbach. Das stärke die Steuereinnahmen und schaffe Abhilfe bei den traditionell hohen Sozialleistungen. Allerdings bedeute der Zuzug hohe Investitionen in Kindergärten und Schulen sowie einen erheblichen Arbeitsaufwand in der Bauverwaltung.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!